Archive for the Anatomie Category

Geschlechtsorgane des Katers

Posted by on Oktober 15, 2010  |  No Comments

Der Genitaltrakt des Katers

Der Penis
Die einfach gebaute Vorhaut umgibt ihn ringförmig. Er besteht aus dem paarigen Schwellkörper, dessen beiden Schenkel fest mit dem Sitzbein des Beckens verwachsen sind. Sie vereinigen sich an der Peniswurzel. Dieses Hohlorgan, dessen Adersystem bei der Versteifung mit Blut prall aufgefüllt wird beträgt im Ruhezustand etwa 20 Millimeter, die Penisspitze ist ca. 4 Millimeter lang. Im Penis sitzt interessanterweise ein kleiner Knochen. Bei der Erektion wird der Penis anderthalbfach verlängert, der Durchmesser verdoppelt sich. Eine eigentliche Eichel hat der Kater nicht, dafür verfügt er aber über eine Spitzenkappe. Der Penis ist nach hinten gerichtet und nur erigiert parallel zur Rückenlinie nach vorne. Trotzdem muss beim eigentlichen Akt der Rücken des Katers sehr stark gekrümmt werden, um ein Eindringen in die Scheide zu erleichtern.

Der PenisknochenDieses hohlmeißelähnliche Gebilde von etwa drei bis fünf Millimeter Länge entwickelt sich mit der Geschlechtsreife aus ursprünglich sehnigem Gewebe. Der Penisknochen verstärkt die Festigkeit des Penis, erleichtert dessen Einführung in die Scheide, unterstützt die Stempelwirkung der Penisspitze und erhöht die Reizwirkung des Geschlechtsaktes.

Der Hodensack
Die Hoden des Katers befindet sich gut sichtbar unter der Aftergegend. Bei einem Kater von 5 kg wiegen sie zusammen ca. vier Gramm. Dort liegt das samenbildende Gewebe, das aus vielen netzartig verzweigten Kanälchen besteht. Sie haben eine Länge von insgesamt 25 Metern. Darin werden die Spermien gebildet und werden dort im sogenannten Nebenhodenkanal gespeichert. Hoden und Nebenhoden münden in den Samenleiter, der mit Blutgefäßen und Nerven als Samenstrang in die Bauchhöhle führt. Beide Samenleiter münden in die Harnröhre, die durch die erbsengroße und relativ feste Prostata nicht vollständig umschlossen wird. Spermien, sowie die Sekrete der Prostata u. Harnzwiebeldrüse bilden zusammen die Samenflüssigkeit, auch Ejakulat genannt. Die Menge beträgt ca. 0,01-0,05ml pro Samenerguss.

Die Wolluststacheln
Auf der Penisspitze befinden sich ca. 100-200 verhornte Papillen von etwa einen Millimeter Länge, die wie Widerhaken wirken, da sie nach hinten gerichtet sind. Das Wachstum dieser kleinen Stacheln ist hormongesteuert und wird somit durch eine Kastration beeinflusst. Nach der Einführung des Penis schreit die Katze dann laut auf, dann ist es auch schon alles vorbei.

Innenohrentzündung

Posted by on Oktober 11, 2010  |  No Comments

Innenohrentzündung (Otitis interna)

Das Innenohr hat die Funktion des Hör- und Gleichgewichtsorganes, entsprechend kommt es bei Erkrankungen des Innenohres (Otitis interna) zu Ausfallserscheinungen wie Gleichgewichtsstörungen, Kopfschiefhaltung und Schielen. Differentialdiagnostisch sind davon andere Erkrankungen des Zentralnervensystems, wie Höirnhautentzündung, abzugrenzen. Als Ursache für eine Otitis interna sind die Ausbreitung einer Mittelohrentzündung, Schädeltraumen, Allgemeininfektionen oder bestimmte Gifte verantwortlich zu machen. Die Prognose ist vorsichtig bis ungünstig zu stellen, denn selbst nach einer Abteilung können die Kopfschiefhaltung oder andere bleibende bzw. rezidivierende Erkrankungen wie Epileptische Anfälle bestehen bleiben. Krankheiten des Ohres, auch wenn sie eher harmlos anmuten, verdienen also – betrachtet man die möglichen Folgen – durchaus mehr Beachtung. Die Reinigung der Ohren sollte nur vom Tierarzt mit den geeigneten Instrumentarien durchgeführt werden, da das Verletzungsrisiko sehr hoch ist. Und gerade bei Kratzern ist außerdem nicht selten eine medikamentöse Ruhigstellung erforderlich.

Symptome:
Betroffen ist sowohl der Gleichgewichtssinn, als auch der Hörsinn. Die Katzen halten den Kopf schräg (und zwar auf der gesunden Seite!), können nicht aufrecht gehen, meist verbunden mit Nystagmus (ständiges Hin- und Herbewegen der Augen).
Die Gleichgewichtsstörung wird auch diffus als Labyrinthitis bezeichnet.
Es können auch dieselben Symptome wie bei der Mittelohrentzündung auftreten.

Ursachen:

Meist bakteriell verursacht, wenn eine Mittelohrentzündung nicht behandelt wurde.
Achtung: kann ins Gehirn wandern!
Dieselben Ursachen wie bei der Mittelohrentzündung.

Behandlung:

Dieselbe wie bei der Mittelohrentzündung.


Literatur:

  • Ohrkrankheiten bei Hund und Katze: Grundlagen – Diagnostik – Behandlung / Agnes J. Delauche (Autor), Joseph Harari (Autor), Richard G. Harvey (Autor)
  • Kurzbeschreibung
    Die Inspektion des Ohres und die Behandlung von Ohrkrankheiten bei Hund und Katze machen einen großen Teil des Zeitaufwandes in der Kleintierpraxis aus. Ziel des Buches ist daher, praktizierende Tierärzte und angehende Veterinärmediziner umfassend über Struktur, Funktion, internistische und chirurgische Behandlung des Ohres zu informieren, von der Infektion durch Otodectes cynotis bis zur erworbenen Leitungstaubheit.
    Um dem Tierarzt bei der schnellen und präzisen Diagnostik sowie bei der Behandlung der Ohrkrankheiten eine praktische Hilfestellung zu geben, ist die Konzeption dieses Buches problemorientiert. Zusätzlich werden klare Richtlinien zur Anwendung und Begrenzung verschiedener diagnostischer Maßnahmen vorgegeben. Detaillierte Schilderungen chirurgischer Techniken, verbunden mit einer klaren fotografischen Illustration des Vorgehens, sollen den Kliniker vor Fehlern bewahren. Neurologische Untersuchungen bei Krankheiten des Vestibulums, bei Fazialisparese und Taubheit werden bes chrieben und relevante Differenzialdiagnosen diskutiert. Die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung der Ohrkrankheiten von Hund und Katze


    *sämtliche Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit

    Ohrerkrankungen

  • Außenohrentzündung – Otitis extena
  • Mittelohrentzündung – Otitis media
  • Innenohrentzündung – Otitis interna
  • Verletzungen
  • Milben – Otodectes cynotis
  • Hämatome
  • Sonnenbrand am Ohr – Solardermatitis
  • Hauterkankungen am Ohr – Ohrdermatitis
  • Kongenitale / angeborene Taubheit
  • Übersicht Krankheiten





  • Innenorgane der Katze

    Posted by on Oktober 8, 2010  |  No Comments

    Übersicht der Körperhöhlenorgane

    1. Ohrspeicheldrüse
    2. Unterkieferdrüse
    3. Unterzungendrüse
    4. Oberkieferbackendrüse
    5. Vorderer Lungenlappen
    6. Mittlerer Lungenlappen
    7. Hinterer Lungenlappen
    8. Herz
    9. Zwerchfell
    10. Rechte Leberhälfte
    11. Magen
    12. Zwölffingerdarm
    13. Enddarm
    14. Netz
    15. Niere
    16. Harnleiter
    17. Harnblase


    Übersicht der Körperhöhlenorgane

    1. Luftröhre
    2. Herz
    3. Hauptschlagader
    4. Speiseröhre
    5. Zwergfell
    6. Leber
    7. Magen
    8. Milz
    9. Netz
    10. Niere
    11. Harnleiter
    12. Harnblase
    13. Enddarm


    Die Atemwege

    Die Atemluft gelangt durch die Nase in die Lunge. In der Nase wird die Luft angewärmt und angefeuchtet. Diese Anfeuchtung ist für die Sättigung der Luft in der Nase mit Wasserdampf und das Verdunsten der Produkte der Drüsen in der Nase von Bedeutung. Hierdurch wird das Riechen wesentlich unterstützt. Die so präparierte Luft gelangt durch den Kehlkopf und Kreuzung des Verdauungsweges in die Luftröhre und von hier in die Bronchien. Diese verzweigen sich vielfach in den Lungen bis zu feinsten Bläschen, durch deren Wand hindurch der Austausch des mit der Luft eingeströmten Sauerstoffes und des aus dem Blut stammenden Kohlendioxids erfolgt. Dieses Gas wird bei der Ausatmung in die Umwelt abgegeben. Die Luft kann auch über die Maulhöhle aufgenommen werden, was aber nur bei starker Belastung erfolgt.

    Übersicht der Körperhöhlenorgane

    1. Nasenhöhle
    2. Atmungsrachen
    3. Luftröhre
    4. Vorderer Lungenlappen
    5. Mittlerer Lungenlappen
    6. Hinterer Lungenlappen
    7. Speiseröhre
    8. Zwerchfell
    9. Leber
    10. Magen
    11. Magenausgang
    12. Zwölffingerdarm
    13. Dünndarm
    14. Enddarm
    15. Niere
    16. Harnleiter
    17. Harnblase
    18. Eierstock
    19. Gebärmutter


    Zwerchfell

    Das Zwerchfell ist ein Muskel und trennt den Brustkorb mit Herz und Lunge vom unteren Bauchbereich. es besteht aus dem gabelförmigen, aber dünnen Zwerchfellspiegel und umgrenzendem muskulösem Gewebe, das von einer Vene durchdrungen wird. Da bei der Ausatmung das Zwerchfell erschlafft, drängen die Eingeweide in den Brustbereich und engen die Lunge ein. Erst bei der Ausatmung erweitert sich die Lunge, da das Zwerchfell durch die Muskelanspannung sich abflacht und damit wieder sich in Richtung Bauchhöhle wandert. Wenn das Zwerchfell der Katzen gerissen oder gebrochen sein sollte, wandern die Organe aus der Bauchhöhle in die Brusthöhle und drücken auf Herz und Lunge. Kurzatmigkeit, Atemschwierigkeiten, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Magen-Darm-Störungen, Gewichtsverlust oder allgemeines Unwohlsein sind sichtbare Zeichen. Manche Katzen, besonders jene, die mit diesem Defekt geboren werden, zeigen nur wenige Anzeichen. Sie wachsen und leben mit dem Defekt und lernen, ihn zu kompensieren.

    Tags:

    Filed Under: Anatomie

    Herz, Blut, Kreislauf, Lymphsystem der Katze

    Posted by on Oktober 5, 2010  |  No Comments

    Kreislaufsystem

    Das Kreislaufsystem umfasst die Gesamtheit von hohlen, in einem geschlossenen Kreislauf angeordneten Kanälen, in denen Blut und Lymphe fließen.
    Man unterscheidet
    – das Herz, zentrales Antriebsorgan, das durch seine rhythmischen Kontraktionen die Bewegung des Blutes im kleinen Kreislauf (rechte Herzkammer-linker Vorhof) und im großen Kreislauf (linke Herkammer-rechter Vorhof) gewährleistet. Das in den Lungen angereicherte mit Sauerstoff angereicherte Blut wird in die Aorta getrieben, die längste und voluminöseste der Arterien, um den gesamten Körper zu durchbluten. Das in Höhe der 4. bis 7. Rippe im Brustkorb gelegene Herz ist kugelförmig. Es liegt schräg von vorne nach hinten, als ob es auf dem Brustbein liegt. Sein Gewicht schwankt zwischen 15 und 20 g bei der Katze ( 0,4 bis 0,8 % des Lebendgewichtes).
    – das Gefäßsystem, dass die Arterien, die das Blut der Herzkammern in alle Teile des Organismus leiten und die sich in kleinere Arteriolen untergliedern.
    Kapillaren, sehr feine Blutgefäße, die die letzten Arteriolenverzweigungen mit den ersten Venenverzweigungen verbinden. Sie sichern den Gas-, Nährstoff-, Stoffwechsel- und Wärmeaustausch umfasst.
    – die Venen, die das Blut von den Kapillaren zum rechten Vorhof des Herzens bringen. Deshalb versorgt die abwärts gelegene Hohlvene das Blut der hinteren Gliedmaßen, des Nierenbeckens und des Bauches; die Pfortader liefert der Leber Blut aus den Verdauungsorganen und der Milz.

    Das Herz

    Das Herz ist die Pumpe des Körpers, die für den Bluttransport sorgt. Über die Venen gelangt das sauerstoffarme, verbrauchte Blut zur rechten Herzhälfte und wird von hier zur Lunge gepumpt. Die Lunge versorgt das Blut mit Sauerstoff, der für alle Vorgänge im Körper von Bedeutung ist. Von der Lunge gelangt das Blut zurück ins Herz, in dessen linke Hälfte und wird jetzt durch das Herz in die Hauptschlagader gepumpt, von wo aus es sich über die Arterien und Kapillaren im Körper verteilt und über die Venen zur rechten Herzhälfte zurückfließt. Katzen können nur kurzen und schnell jagen und müssen immer wieder ausgiebige Ruhefasen einlegen, da sie ein nur kleines Herz besitzen. Im Ruhezustand schlägt das Herz der Katze mit einer durchschnittlichen Frequenz von 120 bis 150 Schlägen pro Minute. Unser Herz bringt es nur auf ca. 65 Herzschläge.

    Da der Körperbau extreme Bewegungen zulässt, ist das Herz mit einem Herzsack in der Brusthöhle fixiert und wird so gleichzeitig vor Verletzungen geschützt. Es transportiert dabei, wie in jedem Blutkreislauf, das Blut von den Venen über den rechten Vorhof zur Herzkammer zu der Lunge und das dort mit Sauerstoff angereicherte Blut wandert durch den linken Vorhof zur Herzkammer. Jetzt zirkuliert es durch den ganzen Körper. Eine Katze hat allerdings im Verhältnis zum Körpergewicht wenig Blut (0,4ml pro Kg). Daher ist eine Verletzung mit Blutverlust lebensbedrohlich.
    Die normale Temperatur unserer Katze liegt bei 37,8 – 39°C. Eine Untertemperatur, insbesondere bei Katzenwelpen, die ihre Temperatur noch nicht regeln können, ist äußerst gefährlich.
    Herzerkrankungen sind heutzutage relativ selten. Aber bestimmte Rassen neigen zu Herzmuskelerschlaffung, früher ein Zeichen von Mangel an Taurin, oder eine Verdickung des Muskels der linken Herzkammer. Eine, insbesondere bei älteren Katzen vorkommende Nierenerkrankung, kann das Herz auch schädigen.
    Das Herz der Katze verfügt über einen regelrechten Automatismus, das sind spezielle Zellen, der den regelmäßigen Herzschlag gewährleistet. Die Kontraktionsphase wird Systole genannt, die Füllung erfolgt während der Entspannung oder der Diastole. Pro Minute wird hier ein halber Liter Blut gepumpt. Bei Anstrengung erhöhen sich Frequenz und Pumpleistung, wodurch die Muskeln eine größere Menge Blut, also mehr Sauerstoff und Energie pro Zeiteinheit erhalten. Damit in Zusammenhang steht das vegetative Nervensystem. In der Ruhephase bewirkt das parasympathische System, dass das Herz langsamer schlägt. Bei Anstrengung, „Angstzuständen“ oder Erregung ist das sympathische System für die Herzstimulierung verantwortlich.

    Das Herz
    1. rechte Herzkammer
    3. rechter Vorhof
    4. Craniale Hohlvene
    5. Truncus brachiocephalicus
    6. Arteria subclavia sinister
    7. Aorta
    9. vv. pulmonales (Lungenvenen)
    10. Kaudale Hohlvene (V. cava caudalis)
    11. linker Vorhof
    12. linke Herzkammer
    15. linke Lungenarterie (A. pulmonales sinister)

    Das Lymphsystem:

    Neben dem Blutgefäßsystem durchzieht das Lymphgefäßsystem als weitverzweigtes Netz den Körper. Das Lymphsystem ist ein Abwehrsystem des Körpers gegen schädliche Einflüsse, zu dem ebenfalls zentrale Lymphorgane wie Thymus und Knochenmark gehören. Der Thymus ist ein „Übergangsorgan“, das sich beim Erwachsenen zurückbildet. Die Milz und die Mandeln sind Teil der peripheren Lymphorgane.

    Das Lymphknotensystem hat unterschiedliche Aufgaben und bildet ein weit verzweigtes Netz im Körper. Es besteht aus den Kapillaren, den Gefäßen und den Knoten und arbeitet eng mit dem Blutkreislauf zusammen. In den Lymphkapillaren, die die Wurzel bilden wird eine gelbliche Flüssigkeit gebildet, die Lymphe genannt wird. Die Lymphgefäße übernehmen die Lymphe und leiten sie an den Lymphknoten weiter. Man unterteilt sie in tastbar und nichttastbar und nennt diese Knoten Ohrspeicheldrüsenlymphknoten, Kehlgangslymphknoten, oberflächliche Halslymphknoten, Achselhöhlenlymphknoten, oberflächliche Leistenlymphknoten und Kniekehllymphknoten. Hier werden die Lymphozyten (T-Lymphozyten), die ein Bestandteil der weißen Blutkörperchen sind, gebildet und da sie ständig im Körper zirkulieren, üben sie die wichtige Filterfunktion für den Abwehrmechanismus gegenüber Viren und Bakterien aus. Befinden sich jetzt krankmachende Keime in dieser Lymphe, so können diese in den Lymphknoten ausgefiltert werden und führen hier zu Reaktionen, die als Umfangsvermehrungen der Lymphknoten sichtbar werden.
    Je nach Krankheit sind die Werte der Lymphozyten höher oder niedriger. Die Knoten sind oft, bedingt durch eine höhere Blutzufuhr, insbesondere bei einer Infektionskrankheit, fühlbar geschwollen. Das Lymphknotensystem ist nicht nur für das Immunsystem verantwortlich, sondern es führt Schadstoffe aus den Organen, überschüssige Zellflüssigkeit aus dem Körpergewebe und Stoffwechselprodukte ab, aber gleichzeitig Nährstoffe (z. B. Nahrungsfette aus dem Darm) den Zellen zu.

    Lymphknoten des Kopfes

    1. lateral, retropharyngeale Lymphknoten
    2. mediale, retropharyngealer Lymphknoten
    3. mandibuläre Lymphknoten
    4. Parotsdlymphknoten (unbeständig)

    Lymphknoten des Körpers
    1. axillare Nebenlymphknoten
    2. axillare Lymphknoten
    3. zervikaler superfizieller Ventrallymphknoten
    4. zervikaler superfizieller Dorsallymphknoten
    5. medialer Retropharyngeallymphknoten
    6. mandibuläre Lymphknoten
    7. Parotislymphknoten
    8. laterale Retropharyngeallymphknoten
    9. kraniale Mediastinallymphknoten
    10. kraniale Mesenteriallymphknoten
    11. superfizielle Popliteallymphknoten
    12. superfizielle Inguinallymphknoten

    Unsere Tiere besitzen Milliarden von Zellen. Da die meisten von ihnen nicht mit dem äußeren Milieu in Verbindung stehen, können sie sich nicht direkt mit den nötigen Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Für ihre Versorgung ist der Kreislauf notwendig, der die Rolle eines internen Konvektors spielt und die interstitielle. Flüssigkeit erneuert. Wir haben es hier mit der Vitalfunktion schlechthin zu tun, jegliche Unterbrechung des Kreislaufes führt in nur wenigen Sekunden zu nervösen Störungen und innerhalb weniger Minuten zu irreversiblen Schäden.

    Venensystem der Katze
    Darm
    Milz
    Magen
    Portalvene
    Leber
    Vena azygos
    Kraniale Hohlvene (V. cava cranialis)
    Vena Subclavia
    Jugularvene (Drosselvene)
    Vena brachycephalica
    kaudale Hohlvene
    Vena hepatica
    Vena phrenica
    rechte Nierenvene (V. renalis dex)
    linke Nierenvene (V. renalis sinister)
    Niere
    linke Hoden- oder Eierstockvene (V. testuicularis und V. ovarica)
    Vena circumflexa ilium profunda
    Vena iliaca communis
    rechte Hoden- oder Eierstockvene


    Arteriensystem der Katzeaszendierende Aorta (Aorta ascendens)

    1. Truncus brachyocephalicus
    2. Subclavia dex.
    3. Arteria carotis communis
    4. Subclavia sinister
    5. Aorta thorarica
    6. Zwerchfell
    7. Aorta abdominalis
    8. Arteria coeliaca
    9. Arteria mesenteria cranialis
    10. Arteria phrenica
    11. Arteria renalis
    12. Niere
    14. Arteria testicularis und A. ovarica
    15. Arteria circumflexa ilium profunda
    16. Arteria iliaca externis
    17. Arteria iliaca internis
    18. Arteria sacralis mediana
    19. Leber
    20. Arteria hepatica (Leberarterie)
    21. Milz
    22. Arteria splenica
    23. Arteria gastrica
    24. Magen

    Der Blutkreislauf

    Das Blut kreist beständig und immer in den gleichen Bahnen. Das durch die Lungen sauerstoffangereicherte Blut gelangt über die Lungenvenen ins Herz. Es wird durch die linke Herzhälfte über die Aorta und die verschiedenen die Organe durchblutenden Arterien an alle Zellen des Organismus gepumpt. Über die Venen, die in die beiden großen Hohlvenen münden, gelangt das Blut in die rechte Vorkammer und wird von dort über die Lungenarterie in die Lunge gepumpt. Das Blut wird durch die Kontraktionen der Herzkammern und der Herzklappen in Umlauf gebracht (Trikuspidal- und Mitralklappe). Die rechte Herzhälfte erhält das venöse Blut der Peripherie und sendet es nach Kontraktion der rechten Herzkammer an die Lunge weiter. In der Lunge entledigt sich das Blut seines Kohlendioxids (CO2) und nimmt Sauerstoff auf (O2). Die linke Herzhälfte bekommt von der Lunge das sauerstoffangereicherte Blut in ihre Herzkammer und gibt es mittels der Aorta nach Kontraktion der Herzkammer an den Organismus weiter.

    Das Blut

    Das Blut ist eine viskose, heterogene Substanz, die aus Flüssigkeit, roten Blutkörperchen, den weißen Blutkörperchen und den Blutplättchen besteht. Es hat eine Transport- und eine Abwehrfunktion. Es ermöglicht den Transport:

    der Atemgase: Sauerstoff und Kohlendioxid,
    des „energetischen Zellkraftstoffes“,
    der von den Zellen produzierten Abfallstoffe
    der Substanzen, die die Zellaktivität kontrollieren, wie z.B. die Hormone,
    von Wärme, zwischen den Produktionszonen und den Eliminierungsbereichen.
    Es spielt auch eine wichtige Abwehrrolle im Organismus. Dank der Hämostase und der Koagulation werden Blutungen im Fall von Verletzungen der Blutgefäßwand gestoppt. Einige Zellen, die Makrophagen, sind für die Reinigung jeglicher Überreste interner oder externer „Fremdkörper“ zuständig. Die Immunfunktion kann jegliches „gespeichertes“ und erkanntes Fremdelement ausmachen und sich seiner wirksam entledigen.

    Die roten BlutkörperchenDie diskusförmigen roten Blutkörperchen enthalten Hämoglobin, den eisenhaltigen und Sauerstoff bindenden Blutfarbstoff. Ihre Wand ist sehr elastisch und sie können sich leicht auch durch die engsten Kapillargefäße winden. Sie haben eine ungefähre Lebensdauer von zwei Monaten. Nach der Zerstörung durch eigens dafür vorgesehene Zellen wird das Hämoglobin in ein Pigment umgewandelt, das Bilirubin, das selbst umgeformt und durch die Galle und den Urin ausgeschieden wird, denen es die gelbe oder grüne Farbe verleiht.

    Die weißen BlutkörperchenDie weißen Blutkörperchen oder Leukozyten sind sowohl für die Reinigung als auch für den Kampf gegen „Eindringlinge“ zuständig. Sie setzten sich aus verschiedenen spezialisierten Zelltypen zusammen, die ständig zusammenarbeiten und mithilfe chemischer Substanzen, der Zytokine, ihre Informationen untereinander austauschen. Sie sind in der Lage, sämtliche Fremdkörper und Ablagerungen zu erkennen und zu zerstören. Sie besitzen eine sehr große Lernfähigkeit, die Immunfunktion, mit der sie ein bereits getroffenes Element (Antigen) rasch wiedererkennen und dank der spezifischen Antikörper angreifen können. Dieses „Gedächtnis“ kann durch Impfung gefördert und erhöht werden.

    Die Blutplättchen = ThrombozytenDas sind kleine Zellen, die dann aktiv werden, wenn sie zum Beispiel an einem kleinen Gefäßriss mit Bindegewebe in Kontakt kommen. Sie lagern sich an diesen Bereich an und bilden so eine Art Pfropfen. Gleichzeitig zieht sich das Gefäß an dieser Stelle zusammen, und das Blut hört rasch auf zu tropfen. Dieses Phänomen wird Hämostase genannt.

    Die Gefäße

    Das Blut verlässt die Arterien unter erhöhtem Druck. Der Blutdruck kann mit einem Blutdruckmessgerät mit Doppler-Effekt gemessen werden. Er schwankt zwischen 130mm Quecksilber (mmHG) in der Systole und 90 mmHG. Der Blutdruck der Katze, so lässt sich erkennen, ist nicht so weit von dem des Menschen entfernt. Da die Arterienwand halbelastisch ist, leistet sie dem Blutfluss, der Druck in Richtung Kapillargefäße leitet, Widerstand. Die sehr elastischen Venen bieten der Dehnung nur geringen Widerstand; hier herrscht nur ein sehr niedriger Druck. Die sehr feinen Kapillargefäße bilden gewissermaßen die Grundlage für das Kreislaufsystem: Hier erfolgt der Austausch, der die Erneuerung interstitieller Flüssigkeit ermöglicht. Am „Eingang“ der Kapillargefäße wird das Wasser aus dem Blut gefiltert, das die Zellen u.a. mit Sauerstoff, energetischen Substraten und Hormonen versorgt. Am „Ausgang“ kehrt das Wasser, mit Kohlendioxid und den Abfallstoffen beladen in die Gefäße zurück. Zusätzlich erfolgt eine Drainage durch die Lymphgefäße. Eine andere wichtige Aufgabe der Lymphflüssigkeit besteht im Transport von bestimmten größeren Elementen Zellen oder Molekülen, die nicht durch die Gefäßwand dringen können. Die Blutmenge, die ein Organ durchblutet, kann sehr unterschiedlich sein. Einige Organe weisen aktiv kontraktierende Arterien vor (Gefäßkontraktion), und funktionieren wie eine Art Ventil, das die die Organe erreichende Blutmenge reguliert. Das Ganze wird über das Gehirn und das Rückenmark gesteuert. Verantwortlich hierfür ist das orthosympathische Nervensystem, das Konflikte regelt und Prioritäten lenkt, wenn mehrere Organe gleichzeitig eine Erhöhung der Blutmenge fordern, oder wenn die Funktionstüchtigkeit des Kreislaufes aus anderen Gründen gefährdet ist. Auch zahlreiche Hormone können hier lokal eingreifen, um die Gefäßaktivität zu modifizieren, wie zum Beispiel während der Verdauung, wo die vom Darm produzierten Hormone die Durchblutung dieses Organs und die Dränage der absorbierten Elemente regeln. Steigt der Sauerstoffbedarf abrupt an, oder nach einer starken Blutung, so sind bestimmte Organe, insbesondere die Milz, in der Lage, rasch eine größere Anzahl von roten und völlig neuen roten Blutkörperchen in Umlauf zu bringen. Hier werden übrigens auch die alternden roten Blutkörperchen abgefangen und zerstört.

    Tastsinn

    Posted by on Oktober 5, 2010  |  No Comments

    Der Tastsinn

    Der Begriff Tastsinn bezeichnet die Fähigkeit lebender Wesen, Berührungen wahrzunehmen. Die dazu benötigten Strukturen werden als Tastsinnesorgane bezeichnet

    Tastsinn wird als Oberbegriff für die taktile (syn. das Tasten betreffend) und die haptische (syn. das Tasten betreffend, auf dem Tastsinn beruhend) Wahrnehmung verwendet. Unter physiologischen Gesichtspunkten ist der Tastsinn vom sensomotorischen (Verarbeitung motorischer und sensorischer Informationen) und somatosensorischen (Verarbeitung sensorischer Informationen) System abhängig. In der Literatur werden die Begriffe taktile Wahrnehmung für das passive „berührt werden“ und haptische Wahrnehmung für das „aktive Erkennen“ verwendet.

    Zurück zur Übersicht: Sinnesorgane der Katze

    Tags:,

    Filed Under: Anatomie

    Visuelle Wahrnehmung

    Posted by on Oktober 5, 2010  |  No Comments

    Der Siebte Sinn einer Katze

    Posted by on Oktober 4, 2010  |  No Comments

    Zurück zur Übersicht: Sinnesorgane der Katze

    Der Siebte Sinn, das Flehmen:

    Katzen können ausgezeichnet riechen. Bereits neugeborene blinde Kätzchen haben einen ausgeprägten Geruchssinn. Die Duftdrüsen der Katze sitzen an den Wangen, in der Kinngegend, an den Lippen und am Schwanz. Mit dem Duftstoff, den die Drüsen produzieren, markieren die Katzen Gegenstände, andere Tiere und auch Menschen. Auf diese Weise drücken sie ihre Zuneigung, aber auch Besitzansprüche aus. Menschen können jedoch den Duftstoff nicht riechen.

    Katzen weisen noch einen zusätzlichen Sinn auf, der zwischen Geruch und Geschmack liegt und “flehmen” genannt wird.

    « Older Entries