Archive for the Gesundheit Category

Zahnpflege bei Katzen

Posted by on Juli 8, 2012  |  No Comments

Viele Katzenhalter sind sich gar nicht darüber bewusst, dass auch das Katzengebiss einer gewisse Pflege benötigt. Die häufigsten Zahnprobleme sind Paradontose, Paradontitis, Zahnstein und Plaque.

Tags:,

Filed Under: Gesundheit, Haltung

Zahngesundheit

Posted by on Oktober 14, 2010  |  No Comments

Zahngesundheit bei der Katze

Symptome von Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen
Ob eine eine Katze Zahnschmerzen läßt sich nicht einfach beantworten. Fallenlassen des Futters bei der Nahrungsaufnahme, erschreckten „Aufschreiens“ beim Fressen oder einfach nur in einer geringeren Futteraufnahme können Anzeichen sein. Auch die plötzliche Vorliebe für nur Hart- oder nur Weichfutter kann ein Indiz sein. Vermehrtes Speicheln mit verklebtem Fell kann weiterhin auf einen krankhaften Reiz in der Mundhöhle hinweisen. Andere Symptome sind der Versuch, mit der Pfote in die Mundhöhle zu kommen , wiederholtes Streichen mit der Pfote über das Gesicht oder das Entlangstreifen des Kopfes am Teppich oder an Gegenständen. Spezifischere Auffälligkeiten sind Kopfschieflegen beim Fressen infolge einseitigen Kauens oder Zähneknirschen. Durch den langsamen, chronischen Charakter vieler Erkrankungen in der Mundhöhle sind Hinweise darauf leider häufig jedoch versteckt in einer unauffälligen, schleichenden Verhaltensänderung.

Neben Zahnstein/Paronditis sind Zahnprobleme der Katze im wesentlichen geprägt durch zwei Erkrankungen, die überdurchschnittlich häufig bei dieser Spezies anzutreffen sind. Die fälschlicher- weise als Zahnhalskaries oder neck lesions bezeichnete FORL (Feline odontoklas- tische resorptive Läsion) und die chronische Gingivitis/Stomatitis. Letztere steht für eine Erscheinung, die geprägt ist durch eine überaus schwer zu behandelnde Entzün- dung der Mundschleimhäute.

  • Zahnstein
  • Parodontitis
  • Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen (FORL)
  • Chronische Gingivitis-Stomatitis
  • Chronischen Gingivitis/Stomatitis

    Posted by on Oktober 14, 2010  |  No Comments

    Chronischen Gingivitis/Stomatitis

    Die chronische Gingivitis/Stomatitis ist gekennzeichnet durch eine andauernde hochschmerzhafte Entzündung der Maulschleimhäute, insbesondere der Kiefer- winkel und Gaumenbögen. Sie ist eine Erscheinung für deren Entstehung zahlreiche Ursachen verantwortlich sind. Neben Viren und Bakterien scheint vor allem eine überschiessende Reaktion des Immun- systems auf diese Reizfaktoren, eine Haupt- ursache für diese schwer zu behandelnde Erkrankung zu sein. Auch allgemein das Immunsystem beeinflussende Faktoren, wie die Leukose- oder die FIV-Infektion begün- stigen die Unterhaltung und die schwere der Erkrankung. Rassetiere scheinen häufiger betroffen zu sein, insbesondere ein früherer Ausbruch ist bei diesen Katzen zu beobachten.
    Die Maulschleimhaut unmittelbar um die Zähne, aber auch die der Kieferwinkel, Zunge und Gaumen, sind meist feuerrot verdickt, schmerzhaft und bluten schon bei leichter Berührung. Schmerzsymptome wie Zungenbewegungen, vermehrter Speichelfluss, starker Maulgeruch, Fauchen und Schlagen nach dem Fressnapf bis hin zur völligen Futterverweigerung, stehen bei den zu beobachteten Befunden im Vordergrund. Andere, ebenfalls schmerzhafte Maulhöhlenerkrankungen wie Parodontitis, FORL oder bösartige Tumoren sind für die Diagnose der chronischen Gingivitis/Stomatitis auszuschliessen.

    Behandlung

    Da es viele verschiedene Ursachen für diese Erkrankung gibt, sind die Therapieansätze ebenso zahlreich. Neben einer gründlichen Parodontal- behandlung, sind eine allgemeine Antibiotika und entzündungshemmende Therapie ebenso wichtig, wie häusliche Mundhygiene durch lokale Maulhöh- lendesinfektion und regelmäßiges Zähneputzen. Als sehr vielversprechend, haben sich lokale und allgemeine Immunstimmulationsbehandlungen mit Paraimmunitätsinducern und Inteferon herausge- stellt. Als letzte Möglichkeit wäre die komplette Extraktion der Backenzähne zu erwähnen. Hier- durch erreicht man eine erhebliche Reduzierung der Reizfaktoren und damit eine Entlastung des Immunsystems. Obwohl diese Behandlung eine sehr hohe Erfolgsquote aufweist, sollten – durch die Endgültigkeit dieses Eingriffs – die anderen Therapiemöglichkeiten zuvor versucht werden.






    Impfungen bei der Katze

    Posted by on Oktober 12, 2010  |  No Comments

    Katzen können durch Impfung vor Tollwut, Katzenseuche und -schnupfen sowie feliner Leukämie (FeLV) geschützt werden. Die Impfung bewirkt im Körper eine Immunreaktion, die zu einer erhöhten Infektionsabwehr führt. Bei der aktiven Immunisierung werden abgeschwächte oder abgetötete Viren injiziert, die die Bildung von Antikörpern gegen den Krankheitserreger bewirken. Bei der passiven Immunisierung erhält der Impfling eine Antikörperinjektion als Sofortschutz. Eine stabile Immunprophylaxe kann damit aber nicht erreicht werden.

    Katzenimpfstoffe gibt es in allen möglichen Variationen, vom Einzelimpfstoff gegen Katzenseuche oder die feline Leukämievirusinfektion (FeLV) bis hin zu den Kombi-Produkten gegen Seuche, Schnupfen, Chlamydien und FeLV. Anders als bei Hundeimpfstoffen liegen manche Katzenimpfstoffe als Lebendimpfstoffe oder als Totimpfstoffe vor. Fast alle Totimpfstoffe enthalten Adjuvantien, also chemische Zusatzstoffe zur Verstärkung der Immunreaktion auf die Impfung, und zwar meistens ein Aluminiumsalz. Weil Adjuvantien als Mitverursacher der Impfsarkome gelten, sollten Katzenhalter adjuvansfreie Lebendimpfstoffe geben lassen. Inzwischen gibt es am deutschen Markt für nahezu alle Katzenimpfstoffe adjuvansfreie Produkte, also Impfstoffe gegen Seuche, Schnupfen und FeLV, die keine Adjuvantien enthalten. Die Ausnahme sind Tollwutimpfstoffe: Alle Haustiertollwutimpfstoffe enthalten ein Aluminiumsalz als Adjuvans und darüber hinaus als Konservierungsmittel Thiomersal, eine hochgiftige Quecksilberverbindung.

    Impfzyklen

    Die sogenannte Grundimmunisierung sollte auf Anraten der Impfhersteller und der meisten Tierärzte jährlich aufgefrischt werden, damit der Impfschutz erhalten bleibt.
    Jedoch sind jährliche Impfungen gegen Katzenseuche, -schnupfen usw. wahrscheinlich wissenschaftlich nicht begründet. Das hat nun auch der Bundesverband Praktizierender Tierärzte zur Kenntnis genommen, der neue „Impfempfehlungen für die Kleintierpraxis“ herausgegeben hat. Gegen Seuche soll demnach alle drei Jahre, gegen Schnupfen alle zwei Jahre nachgeimpft werden.

    Katzenseuche

    Alle Katzen, auch Wohnungskatzen, sollten gegen Katzenseuche (Panleukopenie, felines Parvovirus = FPV) geimpft sein. Nach der Grundimmunisierung (wiederholte Impfung im Welpenalter) hält der Schutz wahrscheinlich lebenslang. Ausgewachsene Katzen, ob geimpft oder nicht, erkranken nur unter besonders ungünstigen Umständen an Seuche (sehr hohe Erregerdosis und/oder Immunschwäche).

    Katzenschnupfenimpfung

    Die Haupterreger von Katzenschnupfen sind Herpesviren (felines Herpesvirus, FHV, auch felines Rhinotracheitisvirus genannt) und Caliciviren (felines Calicivirus, FCV). Die Impfstoffe, egal ob Lebend- oder Totimpfstoffe, verleihen keinen Schutz gegen die Infektion, sie können allenfalls die Krankheitssymptome lindern. Auch bei den Schnupfenimpfungen verschwindet der – begrenzte – Schutz nicht schlagartig nach einem Jahr. In Studien wurde gezeigt, daß Impfantikörper noch 7,5 Jahre nach der Grundimmunisierung bestehen können und daß bei Erregerkontakt eine anamnestische Immunantwort eintritt – die Immungedächtniszellen treten in Aktion. Bei Katzen in normaler Privathaltung sind Nachimpfungen verzichtbar. Wichtiger ist es, auf die Hygiene zu achten und die Tiere vor Streß zu bewahren. Schnupfen ist eine typische Streßerkrankung.

    Felines Leukämievirus (FeLV, „Leukose“)

    Katzen haben eine gute altersabhängige natürliche Immunität gegen die Infektion mit dem felinen Leukämievirus. Die Impfung gegen „Leukose“ kann bei Katzenwelpen oder Jungtieren sinnvoll sein, wenn sie draußen Kontakt mit infizierten Artgenossen haben können. (Leben Katzen, ob jung oder alt, ständig mit FeLV-infizierten Artgenossen eng zusammen, so ist auch durch regelmäßig wiederholte Impfung nicht garantiert, daß sie virusfrei bleiben.) Die Schutzwirkung der verschiedenen Impfstoffe ist sehr unterschiedlich. Neuzugänge in Katzengruppen sollten auf den Erreger getestet sein. FeLV-Impfstoffe mit Adjuvantien verursachen zusammen mit Tollwutimpfstoffen die meisten Impfsarkome. Wenn man gegen FeLV impfen oder nachimpfen lassen möchte, dann sollte man möglichst den adjuvansfreien FeLV-Impfstoff (Purevax) geben lassen.

    Feline infektiöse Peritonitis (FIP)

    Eine Besonderheit unter den Impfstoffen stellt derjenige gegen die feline infektiöse Peritonitis (FIP) dar. Die Verabreichung erfolgt nicht durch eine Injektion sondern direkt über die Nasenschleimhäute. Jedoch ist diese Impfung sehr umstritten, da erstens die Wirksamkeit stark in Frage steht und zweitens eine Studie der Uni Giessen ergeben hat, dass geimpfte Katzen sogar noch eher erkranken als ungeimpfte.

    Tollwut

    Deutschland ist 2008 offiziell für tollwutfrei erklärt worden, das heißt, es gibt keine Fuchstollwut mehr. Nur bei Feldermäusen tritt die Krankheit noch auf. Daher bestehen auch keine Tollwutbezirke mehr, auch wenn die gelben Schilder vielerorts noch hängen. Vereinzelt tritt jedoch Fledermaustollwut auf. Katzen sind für diesen Tollwutvirustyp anfällig, sie können an Fledermaustollwut erkranken. (Bisher ist das in Deutschland jedoch noch nie der Fall gewesen; Stand März 2009.) Allerdings ist die Tollwutschutzimpfung für Auslandsreisen von besonderer Bedeutung, da ohne sie oft kein Grenzübertritt möglich ist. Grundsätzlich gilt nämlich, tritt in einer Gegend Tollwut auf, können ungeimpfte Katzen oder Katzen, deren Impfung länger als ein Jahr zurück liegt, von Amts wegen getötet werden, gleichgültig, ob sie infiziert sind oder nicht.
    In jedem Fall sollte man denjenigen Tollwutimpfstoffen den Vorzug geben, die bei Katzen für vier Jahre zugelassen sind: Enduracell T und Rabdomun. (Andere Tollwutimpfstoffe für Katzen sind nur für drei oder gar nur für zwei Jahre zugelassen.) Katzen sollten so selten wie möglich gegen Tollwut geimpft werden, weil Tollwutimpfstoffe zu den Hauptverursachern von Impfsarkomen zählen. Eine gesetzliche Pflicht zur Tollwutimpfung besteht übrigens nicht, auch nicht bei Freigängern.

    Impfungen mit wenig Nutzen

    Chlamydien (Chlamydophila felis) sind Bakterien, die bei Katzen vor allem Augenentzündungen verursachen können. In vielen Seuche-Schnupfen- oder Seuche-Schnupfen-FeLV-Kombinationen ist ein Impfstoff gegen Chlamydien enthalten. Die Schutzwirkung ist notorisch schlecht, zudem bergen die Impfstoffe ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen.
    FIP (Feline Infektiöse Peritonitis), die Feline Infektiöse Peritonitis, wird durch relativ harmlose Coronaviren verursacht, wenn sie im einzelnen infizierten Tier mutieren. Viele Katzen infizieren sich im frühen Lebensalter mit Coronaviren, ohne daß sie jemals an FIP erkranken. Eine Impfung gegen FIP ist nicht empfehlenswert, da die Wirksamkeit nicht zweifelsfrei nachgewiesen ist.

    Nebenwirkungen von Impfungen

    Wie häufig Impfnebenwirkungen bei deutschen Katzen sind, ist unbekannt, da es keine verlässlichen Zahlen gibt.

    Katzen können durch Impfungen an Krebs erkranken, und zwar am vakzine-assoziierten Fibrosarkom, auch Impfsarkom genannt. Das ist eine bösartige Geschwulst, die ein paar Wochen oder Monate nach einer Impfung an der Injektionsstelle – meist zwischen den Schulterblättern oder an der seitlichen Brustwand – als Knubbel (Granulom) unter dem Fell auftritt und sehr breit wuchern kann. In der US-Veterinärmedizin wird der Zusammenhang von Impfung und Sarkomentstehung bei Katzen nicht mehr ernsthaft bezweifelt. In Deutschland neigt man meist dazu, das Thema herunterzuspielen. Doch kürzlich bezifferte der Kleintieronkologe Dr. Martin Kessler auf einem Tierärztekongreß in Berlin die Risikowahrscheinlichkeit hierzulande mit 1 zu 1000. Die meisten Sarkomkatzen sind zum Zeitpunkt der Erkrankung zwischen sechs und elf Jahre alt, haben somit schon viele Shots erhalten. Es trifft allerdings auch jüngere Katzen. Behandelt werden kann das Impfsarkom bisher nur durch radikale Operation weit ins gesunde Gewebe hinein. Nach der Operation treten fast immer Rezidive auf, also neues Tumorwachstum. Die Geschwulst führt in den allermeisten Fällen zum Tode. Heilung kann daher nur die frühzeitige chirurgische Entfernung des Tumors bringen. Daher sollten Tierhalter vorsichtig sein, wenn sich an einer Impfstelle ein Knoten unter dem Fell bildet. Längst nicht jeder Knoten ist ein Impfsarkom – oft sind es nur Impfgranulome, die sich von selbst wieder zurückbilden. Verschwindet der Knoten jedoch nicht binnen drei Monaten oder wächst er immer weiter, sollte das Tier gründlich untersucht werden. Die beste Vorsorge gegen Impfsarkome besteht darin, Katzen nicht häufiger als unbedingt nötig impfen zu lassen. Bei Seuche und Schnupfen sollten Lebendimpfstoffe verwendet werden, bei FeLV der adjuvansfreie Impfstoff Purevax.

    Eine weitere typische Nebenwirkung von Impfungen sind allergische Reaktionen. Die schlimmste Form einer Impf-Allergie ist der anaphylaktische Schock mit Kreislaufzusammenbruch, der unmittelbar nach der Impfung eintritt. Hier muß sofort behandelt werden mit Antischockmedikamenten usw. Nicht so dramatisch, aber ebenfalls hochgefährlich sind allergische Reaktionen, die sich als Durchfall und Erbrechen (manchmal auch blutig) äußern. Auch Atemnot kann auftreten. Diese Reaktionen können unmittelbar nach einer Impfung oder erst nach Stunden oder sogar erst nach mehreren Tagen einsetzen. Bei älteren Katzen können sie den Tod zur Folge haben. Behandelt werden allergische Impfnebenwirkungen durch Medikamente zur Immundämpfung (Kortison, Antihistaminika).

    Auch Bewegungsstörungen und andere Störungen des Nervensystems, die sich auch als Wesensveränderungen äußern können, können bei Katzen nach Impfungen auftreten, vor allem nach Tollwutimpfungen. Schulmedizinisch behandelbar sind diese Störungen nicht, doch in der Regel lassen die Symptome von selbst wieder nach. Manche Katzen, besonders Jungtiere, haben nach Verabreichung von Calici-Lebendimpfstoffen Schmerzen in den Gelenken und humpeln eine Weile. (Das Lebendimpfvirus kann die Gelenke schädigen.) Das legt sich ebenfalls nach einiger Zeit von selbst.






    Parodontitis

    Posted by on Oktober 12, 2010  |  No Comments

    Parodontitis

    Die häufigste Erkrankung in der Mundhöhle der Katze ist die Parodontitis. Dabei handelt es sich eine Erkrankung des Zahnhalteapparates, bei welcher das Zahnfleisch sich entzündet und der Stützapparat der Zähne verloren geht. Zu dem betroffenen parodontalen Stützapparat zählen neben dem Zahnfleisch der Kieferknochen, der Wurzelzement und die parodontalen Fasern, durch welche der Zahn im Zahnfach aufgehängt ist. Eine Parodontitis beginnt in der Regel im Alter von zwei Jahren bei knapp dreiviertel aller Katzen und geht bei fehlender Zahnpflege häufig in eine hochgradige Entzündung über.

    Es bilden sich neue Schmutznischen vor allem in den Bereichen zwischen den Wurzeln eines Zahnes, wenn sich der Knochen aufgrund der Entzündung von dort zurückgezogen hat. Die Entzündung etabliert sich und die Zähne verlieren ihre Funktion. Weitet sich eine solche Entzündung auf benachbarte Schleimhautareale aus, kann die Futteraufnahme zur Qual werden. Es gibt unterschiedliche Formen einer Parodontitis, die von langsamen, chronischen Verläufen bis hin zu einer hochakuten, schnellen Destruktion des Zahnhalteapparates mit hochgradiger Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens reichen.

    Generalisierte Entzündungen der Mundhöhle finden sich in Zusammenhang mit solchen Parodontitiden oder aber auch auf Grundlage einer viralen Infektion, die es abzuklären gilt. Insbesondere bei FIV- oder FeLVErkrankungen können sich aufgrund des gestörten Immunsystems Entzündungen entwickeln. Problematisch ist häufig das Zusammentreffen vieler zu einer Entzündung beitragenden Ursachen in der Mundhöhle, welches eine kausale Behandlung erschwert.

    In 90% aller Fälle jedoch ist das Vorhandensein einer Unmenge von Bakterien in den weichen Zahnbelägen die Ursache für die Entstehung einer Parodontitis. Aufgrund dieser Bakterien, die sich in dickeren Belägen umso besser vermehren können, löst sich der einst dichte Verbund von Zahn- und Zahnfleisch. Schädigende Einflüsse können fortan auf Kieferknochen, Wurzelzement und Parodontalfasern einwirken. Ab diesem Zeitpunkt ist eine reine Zahnsteinentfernung Augenwischerei, ohne Parodontalbehandlung mit Reinigung der Wurzeln kann man der Entzündung nicht Herr werden. Wichtig ist vor allem die konsequente Mitarbeit des Tierhalters, der mittels geeigneter Maßnahmen die Mundhygiene verbessern kann.

    Ausgehend von dem chronisch-entzündlichen Geschehen an Zähnen und Kiefer werden weitere Organe miteinbezogen. Herzklappenfehler und chronische Leber- und Nierenerkrankungen sind bevorzugte Folgen nicht behandelter Herderkrankungen in der Mundhöhle.

    Prophylaxe und Behandlung
    Einer Parodontitis kann vorgebeugt werden, auch wenn häusliche Zahnpflege bei der Katze sich nicht so einfach gestaltet wie beim Hund. Wenn es aber möglich ist, seiner Katze die Zähne zu putzen, so sollte man dieses tun. Ist Zähneputzen nicht möglich, so sollte in regelmäßigen Intervallen eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt durchgeführt werden. Wie schon gesagt, umfasst dieses jedoch nicht nur das Entfernen von Zahnstein, sondern die Mitbehandlung der Wurzel. Aufgrund der Häufigkeit der Problematik sollte bei Verdacht eine Sondierung betroffener Zähne erfolgen, um vergrößerte Taschentiefen feststellen zu können. Liegen diese vor, sollten in jedem Fall bei Behandlung unter Narkose Einzelzahnröntgenaufnahmen angefertigt werden, um die Erhaltungswürdigkeit der Zähne festzustellen, damit nicht letztendlich ein schädigender Einfluss zurückbleibt.






    Aurale Hämatome

    Posted by on Oktober 11, 2010  |  No Comments

    Aurale Hämatome

    Eine mit Blut gefüllte Anschwellung an der Innenseite der Ohrmuschel. Ein Hämatom entsteht ganz plötzlich durch die Ruptur kleiner Blutgefäße, was in einer Blutung zwischen Haut und Knorpel resultiert. Ein Hämatom wird weniger als schmerzhaft, sondern durch die schwere Ohrmuschel vielmehr als unangenehm empfunden. Auch wenn sich ein Bluterguß nach mehreren Tagen oder Wochen zurückbilden kann, sollte dennoch beachtet werden, daß sich dadurch durch Verhärtung auch ein „blumenkohlartiges“ Ohr entwickeln kann, und das Ohr dauerhaft deformiert bleibt. Bei Ohrhämatomen empfiehlt sich deshalb oft ein operativer Eingriff.

    Symptome:
    Symptome sind Kopfschütteln und das Anschwellen der Ohrmuschel.

    Ursachen:

    Die Ursachen sind nicht genau bekannt. Es können auch Milben oder bakterielle Infektionen sein, die zum Kratzen des Ohres führen.

    Behandlung:

    Punktion mit einer Nadel ist nicht sehr erfolgreich, da sich das Hämatom sehr oft wieder bildet.
    Meist bleibt nur eine operative Entfernung als Lösung. Die Wunde bleibt offen, eventuell wird eine Drainage gelegt. Die Katze muss 10-14 Tage einen Kragen tragen, damit sie sich nicht am Ohr kratzen kann.
    Meist wird als Vorbeugung gegen eine Entzündung ein Antibiotikum verschrieben.
    ACHTUNG: Keinesfalls das Ohr mit einem Wattestäbchen reinigen wollen!


    Literatur:

  • Aural Hematoma (Englisch) American College of Veterinary Surgeons
  • Abimbola O. Oshin, DVM, William Daly, DVM 8/13/2004
  • Ohrkrankheiten bei Hund und Katze: Grundlagen – Diagnostik – Behandlung / Agnes J. Delauche (Autor), Joseph Harari (Autor), Richard G. Harvey (Autor)
  • Kurzbeschreibung
    Die Inspektion des Ohres und die Behandlung von Ohrkrankheiten bei Hund und Katze machen einen großen Teil des Zeitaufwandes in der Kleintierpraxis aus. Ziel des Buches ist daher, praktizierende Tierärzte und angehende Veterinärmediziner umfassend über Struktur, Funktion, internistische und chirurgische Behandlung des Ohres zu informieren, von der Infektion durch Otodectes cynotis bis zur erworbenen Leitungstaubheit.
    Um dem Tierarzt bei der schnellen und präzisen Diagnostik sowie bei der Behandlung der Ohrkrankheiten eine praktische Hilfestellung zu geben, ist die Konzeption dieses Buches problemorientiert. Zusätzlich werden klare Richtlinien zur Anwendung und Begrenzung verschiedener diagnostischer Maßnahmen vorgegeben. Detaillierte Schilderungen chirurgischer Techniken, verbunden mit einer klaren fotografischen Illustration des Vorgehens, sollen den Kliniker vor Fehlern bewahren. Neurologische Untersuchungen bei Krankheiten des Vestibulums, bei Fazialisparese und Taubheit werden bes chrieben und relevante Differenzialdiagnosen diskutiert. Die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung der Ohrkrankheiten von Hund und Katze


    *sämtliche Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit

    Ohrerkrankungen

  • Außenohrentzündung – Otitis extena
  • Mittelohrentzündung – Otitis media
  • Innenohrentzündung – Otitis interna
  • Verletzungen
  • Milben – Otodectes cynotis
  • Hämatome
  • Sonnenbrand am Ohr – Solardermatitis
  • Hauterkankungen am Ohr – Ohrdermatitis
  • Kongenitale / angeborene Taubheit
  • Übersicht Krankheiten





  • Angeborene Taubheit

    Posted by on Oktober 11, 2010  |  No Comments

    Kongenitale Taubheit (angeborene Taubheit)

    Symptome:

    Die Taubheit tritt bei weißen Katzen sehr gehäuft in Verbindung mit blauen Augen auf. Aber auch odd-eyed Katzen können taub sein, nämlich auf der Seite, wo sich das blaue Auge befindet.
    Die Katze kann schwerhörig oder taub sein, wobei die Taubheit auch nur auf einem Ohr auftreten kann.
    Die Untersuchung von George Strain an 256 Katzen hat gezeigt, dass bei 12% der weißen Katzen die Taubheit unilateral auftritt, und bei 38% der weißen Katzen bilateral, also zusammen 50%: bei weißen Katzen ohne blaue Augen trat die Taubheit bei 17% der Katzen auf, bei weißen Katzen mit einem blauen Auge trat sie bei 40% auf und bei weißen Katzen mit zwei blauen Augen trat die Taubheit bei 85% der Katzen auf.



    Ursachen:

    Corti-Organ (Innenohr, in der Schnecke = Cochlea))

    Am äußeren Rand des Schneckenganges (Scala media) befindet sich die Stria vascularis, die die Endolymphe produziert, die K+-Ionen enthält. Diese sind erforderlich, damit die Schallübertragung der Haarzellen funktionieren kann.
    Bei der angeborenen, vererbten Taubheit ist diese Stria verkümmert, was den Verlust der Haarzellen zur Folge hat, und damit den Verlust der Fähigkeit zu hören. Untersuchungen des Gewebes der Stria haben gezeigt, dass die Melanozyten (Pigmentzellen) fehlen, deren Entwicklung bei weißen Katzen nach der Geburt unterdrückt wird. Das Hörvermögen entwickelt sich bis zur 3. Woche, danach beginnt bei der Taubheit der rapide Verlust der Haarzellen.

    Behandlung:

    Keine.
    Getestet wird die Taubheit mit dem BAER-Test (brain stem auditory evoked response).

    Betroffene Rassen:
    Alle weißen Katzen aller Rassen, hauptsächlich mit blauen Augen oder odd-eyed.


    Literatur:

  • Congenital Deafness and Its Recognition, (Englisch) George M. Strain, Ph.D.
  • Vererbung der Prädisposition für Taubheit und Augenfarbe bei weissen Katzen (Deutsch) Caroline Geigy
  • Ohrkrankheiten bei Hund und Katze: Grundlagen – Diagnostik – Behandlung / Agnes J. Delauche (Autor), Joseph Harari (Autor), Richard G. Harvey (Autor)
  • Kurzbeschreibung
    Die Inspektion des Ohres und die Behandlung von Ohrkrankheiten bei Hund und Katze machen einen großen Teil des Zeitaufwandes in der Kleintierpraxis aus. Ziel des Buches ist daher, praktizierende Tierärzte und angehende Veterinärmediziner umfassend über Struktur, Funktion, internistische und chirurgische Behandlung des Ohres zu informieren, von der Infektion durch Otodectes cynotis bis zur erworbenen Leitungstaubheit.
    Um dem Tierarzt bei der schnellen und präzisen Diagnostik sowie bei der Behandlung der Ohrkrankheiten eine praktische Hilfestellung zu geben, ist die Konzeption dieses Buches problemorientiert. Zusätzlich werden klare Richtlinien zur Anwendung und Begrenzung verschiedener diagnostischer Maßnahmen vorgegeben. Detaillierte Schilderungen chirurgischer Techniken, verbunden mit einer klaren fotografischen Illustration des Vorgehens, sollen den Kliniker vor Fehlern bewahren. Neurologische Untersuchungen bei Krankheiten des Vestibulums, bei Fazialisparese und Taubheit werden bes chrieben und relevante Differenzialdiagnosen diskutiert. Die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung der Ohrkrankheiten von Hund und Katze


    *sämtliche Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit


    Ohrerkrankungen

  • Außenohrentzündung – Otitis extena
  • Mittelohrentzündung – Otitis media
  • Innenohrentzündung – Otitis interna
  • Verletzungen
  • Milben – Otodectes cynotis
  • Hämatome
  • Sonnenbrand am Ohr – Solardermatitis
  • Hauterkankungen am Ohr – Ohrdermatitis
  • Kongenitale / angeborene Taubheit
  • Übersicht Krankheiten





  • Ohrdermatitis – Hauterkankungen am Ohr

    Posted by on Oktober 11, 2010  |  No Comments

    Ohrdermatitis (Hauterkrankung)

    Symptome:

  • Kopfschütteln
  • Kratzen der Ohren
  • Schmerzen rund um die Ohren
  • Haarausfall auf der Ohrmuschel
  • Übler Geruch aus dem Ohr
  • Blutungen


  • Ursachen:

  • Bakterien
  • Parasiten
  • Räude
  • Flechten
  • Allergien, Futterallergie, Kontaktallergie, Reaktion auf Medikamente
  • Pemphigus
  • Trauma, als Sekundärerkrankung auf Fremdkörper, Tumore, etc., Verletzung durch Chemikalien (Putzmittel z.B.)
  • Crushing disease
  • Krebs
  • Solardermatitis
  • Seborrhea


  • Es können viele Ursachen sein, daher wird der Tierarzt ein Hautgeschabe nehmen und eine Kultur ansetzen, eventuell ein Blutbild und ein Harnuntersuchung machen. Doch oft können das Blutbild und der Harn normal sein.

    Behandlung:
    Je nach Ursache kann die Behandlung unterschiedlich sein:

  • Antibiotika, Antifungizide
  • Entzündungshemmende Medikamente
  • Antihistamine
  • Hormoneersatztherapie
  • Futterumstellung, spezielle Diät
  • Medikamente gegen Parasiten


  • Literatur:

  • Ohrkrankheiten bei Hund und Katze: Grundlagen – Diagnostik – Behandlung / Agnes J. Delauche (Autor), Joseph Harari (Autor), Richard G. Harvey (Autor)
  • Kurzbeschreibung
    Die Inspektion des Ohres und die Behandlung von Ohrkrankheiten bei Hund und Katze machen einen großen Teil des Zeitaufwandes in der Kleintierpraxis aus. Ziel des Buches ist daher, praktizierende Tierärzte und angehende Veterinärmediziner umfassend über Struktur, Funktion, internistische und chirurgische Behandlung des Ohres zu informieren, von der Infektion durch Otodectes cynotis bis zur erworbenen Leitungstaubheit.
    Um dem Tierarzt bei der schnellen und präzisen Diagnostik sowie bei der Behandlung der Ohrkrankheiten eine praktische Hilfestellung zu geben, ist die Konzeption dieses Buches problemorientiert. Zusätzlich werden klare Richtlinien zur Anwendung und Begrenzung verschiedener diagnostischer Maßnahmen vorgegeben. Detaillierte Schilderungen chirurgischer Techniken, verbunden mit einer klaren fotografischen Illustration des Vorgehens, sollen den Kliniker vor Fehlern bewahren. Neurologische Untersuchungen bei Krankheiten des Vestibulums, bei Fazialisparese und Taubheit werden bes chrieben und relevante Differenzialdiagnosen diskutiert. Die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung der Ohrkrankheiten von Hund und Katze


    *sämtliche Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit

    Ohrerkrankungen

  • Außenohrentzündung – Otitis extena
  • Mittelohrentzündung – Otitis media
  • Innenohrentzündung – Otitis interna
  • Verletzungen
  • Milben – Otodectes cynotis
  • Hämatome
  • Sonnenbrand am Ohr – Solardermatitis
  • Hauterkankungen am Ohr – Ohrdermatitis
  • Kongenitale / angeborene Taubheit
  • Übersicht Krankheiten





  • Sonnenbrand am Ohr

    Posted by on Oktober 11, 2010  |  No Comments

    Sonnenbrand (Solardermatitis)

    Symptome:

    Am Ohrrand bilden sich Schuppen und der Ohrrand rötet sich, die Haare fallen aus, und bei fortschreitender Krankheit schwillt das Ohr an und es bilden sich Krusten. Die Katze kratzt sich oft an den Ohren.
    Vorsicht: Die Solardermatitis kann auch zu einem bösartigen Tumor werden (Plattenepithelkarzinom).

    Ursachen:

    Katzen mit weißen Ohren sind empfindlich gegen Sonnenlicht, die Ohrmuschel kann einen Sonnenbrand haben oder die Ohrränder können sich entzünden.
    Besonders empfindlich sind weiße Katzen mit blauen Augen.

    Behandlung:

    Vorbeugen ist besser als Heilen, d.h. die Katze während der Mittagszeit (11:00 – 15:00 h) nicht den erhöhten UV-Strahlen aussetzen. Man kann es auch mit Sonnencreme versuchen.

    Betroffene Rassen:
    Alle Katzen mit weißen Ohren aller Rassen, also alle weiße Katzen, Van-Katzen, Bicolour-Katzen mit weißen Ohren.


    Literatur:

  • Katzenohren und ihre Krankheiten (Deutsch) Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin
  • Ohrkrankheiten bei Hund und Katze: Grundlagen – Diagnostik – Behandlung / Agnes J. Delauche (Autor), Joseph Harari (Autor), Richard G. Harvey (Autor)
  • Kurzbeschreibung
    Die Inspektion des Ohres und die Behandlung von Ohrkrankheiten bei Hund und Katze machen einen großen Teil des Zeitaufwandes in der Kleintierpraxis aus. Ziel des Buches ist daher, praktizierende Tierärzte und angehende Veterinärmediziner umfassend über Struktur, Funktion, internistische und chirurgische Behandlung des Ohres zu informieren, von der Infektion durch Otodectes cynotis bis zur erworbenen Leitungstaubheit.
    Um dem Tierarzt bei der schnellen und präzisen Diagnostik sowie bei der Behandlung der Ohrkrankheiten eine praktische Hilfestellung zu geben, ist die Konzeption dieses Buches problemorientiert. Zusätzlich werden klare Richtlinien zur Anwendung und Begrenzung verschiedener diagnostischer Maßnahmen vorgegeben. Detaillierte Schilderungen chirurgischer Techniken, verbunden mit einer klaren fotografischen Illustration des Vorgehens, sollen den Kliniker vor Fehlern bewahren. Neurologische Untersuchungen bei Krankheiten des Vestibulums, bei Fazialisparese und Taubheit werden bes chrieben und relevante Differenzialdiagnosen diskutiert. Die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung der Ohrkrankheiten von Hund und Katze


    *sämtliche Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit

    Ohrerkrankungen

  • Außenohrentzündung – Otitis extena
  • Mittelohrentzündung – Otitis media
  • Innenohrentzündung – Otitis interna
  • Verletzungen
  • Milben – Otodectes cynotis
  • Hämatome
  • Sonnenbrand am Ohr – Solardermatitis
  • Hauterkankungen am Ohr – Ohrdermatitis
  • Kongenitale / angeborene Taubheit
  • Übersicht Krankheiten





  • Milben

    Posted by on Oktober 11, 2010  |  No Comments

    Milben (Otodectes cynotis)

    Bei den Erkrankungen des äußeren Gehörganges ist an erster Stelle der Befall mit Ohrmilben zu nennen. Zuerst werden leichte Rötung, Schwellung und Juckreiz beobachtet, im weiteren Verlauf sammeln sich dunkelbraune, wachsartige Krusten an, die ihn wie ein dicker Pfropf den Gehörgang verlegen können, und es kann zu Komplikationen durch Sekundärinfektionen kommen. Die Milben können mit einem speziellen Instrument, das vom Tierarzt in dem Gehörgang eingeführt wird (dem sogenannten Otoskop), nachgewiesen werden, manchmal jedoch auch bereits mit bloßem Auge. Die Milben sind leicht zu sehen, durch das Licht krabbeln sie aus dem Ohrschmalz und bewegen sich. Darüberhinaus ist die braune Farbe des Ohrsekrets typisch für die „Otitis externa parasitaria“; außerdem riechen die Ohren eigenartig. Besonders häufig sind ganz junge Kätzchen davon betroffen. Da diese Erkrankung sehr ansteckend ist, sollte sofort eine Behandlung eingeleitet werden. Die Therapie mit antiparasitären Präparaten, die nach vor jähriger Reinigung in den Gehörgang eingebracht werden, sollte mindestens 21 bis 28 Tage lang (manchmal auch mehrere Monate) regelmäßig durchgeführt werden, denn die Gefahr einer Reinfektion ist nicht zu unterschätzen. Es kann auch passieren, daß die Milben in das Fell bis über den Rücken auswandern und von dort aus wieder in das Ohr gelangen können. Deshalb sollte gleichzeitig eine Ganzkörperbehandlung mit einem Kontaktinsektizid erfolgen. Aufgrund des starken Juckreizes kratzen sich die betroffenen Tiere ständig und schütteln den Kopf, was tiefe Kratzspuren und einem Bluterguß, ein sogenanntes Othämatom, zur Folge habend kann.

    Symptome:
    Jucken, braune Farbe des Ohrsekrets, Geruch

    Behandlung:

    Der Tierarzt verschreibt ein flüßiges Antibiotikum, das in die Ohren gegeben wird, z.B. Surolan.
    ACHTUNG: Verwenden Sie keine Wattestäbchen, das kann zu Ohrenentzündung führen!
    Ist die Haut ebenfalls von Milben befallen, hilft oft ein Flohmittel.


    Literatur:

  • Ohrkrankheiten bei Hund und Katze: Grundlagen – Diagnostik – Behandlung / Agnes J. Delauche (Autor), Joseph Harari (Autor), Richard G. Harvey (Autor)
  • Kurzbeschreibung
    Die Inspektion des Ohres und die Behandlung von Ohrkrankheiten bei Hund und Katze machen einen großen Teil des Zeitaufwandes in der Kleintierpraxis aus. Ziel des Buches ist daher, praktizierende Tierärzte und angehende Veterinärmediziner umfassend über Struktur, Funktion, internistische und chirurgische Behandlung des Ohres zu informieren, von der Infektion durch Otodectes cynotis bis zur erworbenen Leitungstaubheit.
    Um dem Tierarzt bei der schnellen und präzisen Diagnostik sowie bei der Behandlung der Ohrkrankheiten eine praktische Hilfestellung zu geben, ist die Konzeption dieses Buches problemorientiert. Zusätzlich werden klare Richtlinien zur Anwendung und Begrenzung verschiedener diagnostischer Maßnahmen vorgegeben. Detaillierte Schilderungen chirurgischer Techniken, verbunden mit einer klaren fotografischen Illustration des Vorgehens, sollen den Kliniker vor Fehlern bewahren. Neurologische Untersuchungen bei Krankheiten des Vestibulums, bei Fazialisparese und Taubheit werden bes chrieben und relevante Differenzialdiagnosen diskutiert. Die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung der Ohrkrankheiten von Hund und Katze


    *sämtliche Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit

    Ohrerkrankungen

  • Außenohrentzündung – Otitis extena
  • Mittelohrentzündung – Otitis media
  • Innenohrentzündung – Otitis interna
  • Verletzungen
  • Milben – Otodectes cynotis
  • Hämatome
  • Sonnenbrand am Ohr – Solardermatitis
  • Hauterkankungen am Ohr – Ohrdermatitis
  • Kongenitale / angeborene Taubheit
  • Übersicht Krankheiten





  • Tags:,

    Filed Under: Gesundheit

    « Older Entries