Archive for the Siamesen Category

Das Fell der Katzen

Posted by admin on Juli 22, 2010  |  No Comments

Die Vorfahren der Hauskatze hatten alle kurzes Fell. Kurzes Fell ist weniger anfällig für Schmutz und kann von der Katze selber gut sauber gehalten werden. Das lange Haar mancher Rassen ist das Ergebnis von Mutationen und gezielter Zucht. Das Kurzhaar-Gen wird dominant vererbt. Haben zwei kurzhaarige Eltern ein rezessives Gen für Langhaarigkeit in sich, können in dem Wurf auch langhaarige Welpen vorkommen.


Das Katzenfell besteht aus drei Haartypen: Dem Leithaar, dem Grannen- und dem Unterhaar. Leit- und Grannenhaare bilden zusammen das Deckhaar, die Unterwolle, die der Siam und der Orientalisch Kurzhaar fehlt, besteht aus den Unterhaaren.

Die Deckhaare sind kräftig, bilden den Hauptteil des Fells und bestimmen auch die Fellfarbe. Jedes Fellhaar wird als Primärhaar von einer Gruppe dicht aneinander stehender Wollhaare umgeben (Sekundärhaare).
Die Deckhaare werden in zwei Typen unterteilt: Die Leithaare sind große, kräftige und längere Haare, die von mehreren Nebenhaaren umgeben werden. Grannenhaare weisen an ihrem Ende eine kolbenartige Verdickung ähnlich einer Granne auf. Die langen Sinneshaare, wie zb die Schnurrhaare, sind von ihrem Ursprung her Leithaare.


Die Hauskatze kommt in verschiedenen Fellfarben vor, die sich alle von den Farben Schwarz, Rot und Weiß herleiten.


Tabby bezeichnet die Fellzeichnungen von Katzen, wenn die Katze nicht einfarbig oder einfarbig mit weiß ist. Es werden die Muster getigert, gestromt, getupft und getickt unterschieden.


Als Points bezeichnet man Fellzeichnungen von Katzen, die ein helles Körperfell sowie farbige Abzeichen („Points“) an den Körperstellen Gesicht, Ohren, Beinen, Schwanz und Hoden aufweisen.






Tabby Fellzeichnung der Katzen

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Getigerte Katze

Getupfte Katze (Ägyptische Mau)

Tabby bezeichnet die typischen Fellzeichnungen von Katzen, wenn die Katze nicht einfarbig oder einfarbig mit weiß ist. Es werden dabei die Muster getigert, gestromt, getupft und getickt unterschieden.

Inhaltsverzeichnis

Die Tabbymuster

Allen Tabbymustern gemeinsam ist eine M-förmige Zeichnung auf der Stirn in der Grundfarbe. Weitere Merkmale für das Vorliegen einer Zeichnung sind eine hellere Augenumrandung, auch als „Tabby-Brille“ bezeichnet, und eine hellere Umrandung der Ohren. Speziell manche rote Katzen werden oft fälschlich als „Tabby“ bezeichnet, obwohl sie genetisch Non-Agouti, also eigentlich zeichnungsfrei sind, da bei ihnen die eigentlich unterdrückte Zeichnung als „Geisterzeichnung“ noch deutlich sichtbar sein kann. Hier können Augen- und Ohrenumrandung hilfreiche Indizien zur Erkennung des Tabby sein.

Getigert

Die getigerte Zeichnung (englisch Mackerel) entspricht dem Wildtyp. Die Katze hat einen dunklen Aalstrich entlang der Wirbelsäule und schmale dunkle Streifen, die seitlich den Körper hinab laufen. Schwanz und Beine sind geringelt.

Gestromt

Gestromte Katze mit weiß

Die gestromte Zeichnung (englisch Classic oder Blotched) ist eine Mutation der getigerten Zeichnung. Die dunklen Streifen sind verbreitert und auf den Schultern befindet sich eine Schmetterlingszeichnung. Auf der Mitte der Flanken befindet sich jeweils ein dunkler Fleck. Bauern in Europa haben gestromte Katzen bevorzugt, weil sie dann sicher sein konnten, dass es sich nicht um schwer zu haltende Wildkatzen handelte. Deshalb sind europäische Hauskatzen sehr häufig gestromt.

Getupft

Bei der getupften Zeichnung (englisch spotted) sind die Tigerstreifen in Punkte aufgelöst.

Getickt

Getickte Katze (Abessinierkatze wildfarben)

Die getickte Zeichnung (anderer Name: Abyssinian) ist charakteristisch für einige Katzenrassen wie die Abessinierkatze, die Ceylon-Katze und die Singapura. Jedes Haar der Katze ist mehrfach hell und dunkel gebändert, wodurch das Muster völlig aufgelöst wird und die Katze einfarbig erscheint.

Weitere Muster

Afrikanisches Tabby

Afrikanisches Tabby (Sokoke-Katze)

Dieses Muster ist von der Sokoke-Katze bekannt und ist eine Abwandlung der gestromten Zeichnung.

Rosettenmuster

Rosettenmuster (Bengal-Katze)

Das Rosettenmuster ist durch Kreuzung mit der asiatischen Bengalkatze auf Hauskatzen übertragen worden. Die ringförmigen Flecken mit hellem Inneren erinnern an die Fellzeichnung des Leoparden.

Genetische Grundlagen

Hauptartikel: Fellfarben der Katze

Auch das für die Zeichnung verantwortliche Gen wird als Tabby bezeichnet. Verschiedene Gene, darunter das Non-Agouti-Allel des Agouti-Gens (a) und das Gen für Weißfärbung (W), verdecken das Tabby-Muster.

Nach neueren genetischen Forschungen sind mindestens 3 Gene an der Ausbildung der Tabbyzeichung beteiligt:

  • Der Ticked-Locus (Ti) liegt auf dem Katzenchromosom B1.[1] Das Gen ist unvollständig dominant, bei Mischerbigkeit weist die Katze noch eine Ringzeichnung an den Beinen und am Schwanz auf.
  • Der Tabby-Locus liegt auf dem Katzenchromosom A1.[1] Der Tabby-Locus ist verantwortlich für Tigersteifen oder Stromung, wobei das gestreifte Muster dominant ist. Ein älteres Ergebnis,[2] das den „Tabby-Locus“ auf B1 verortet, hat den Tabby-Locus mit dem Ticked-Locus identifiziert.
  • Für das Tupfenmuster bei der Ägyptischen Mau ist ein dritter Genort verantwortlich. Das Gen ist unvollständig dominant, bei Mischerbigkeit zeigen die Katzen ein Muster mit unterbrochenen Streifen oder verformten Tupfen.

Jede Katze hat ein Gen für eines dieser Tabby-Muster, auch wenn sie einfarbig erscheint. Verschiedene Gene, darunter das Non-Agouti-Allel des Agouti-Gens (a) und das Gen für Weißfärbung (W), maskieren das Tabby-Muster. Jungtiere weisen oft noch eine Geisterzeichnung im einfarbigen Fell auf, die bei erwachsenen Katzen dann verschwindet.

Literatur

Weblink

 Commons: Tabby cats – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Eduardo Eizirik, Victor A. David, Valerie Buckley-Beason, Melody E. Roelke, Alejandro A. Schäffer, Steven S. Hannah, Kristina Narfström, Stephen J. O’Brien, Marilyn Menotti-Raymond: Defining and mapping mammalian coat pattern genes: multiple genomic regions implicated in domestic cat stripes and spots In: Genetics Oct. 2009 ;184, S. 267-275
  2. L.A. Lyons et al.: The Tabby cat locus maps to feline chromosome B1. In: Anim Genet. Aug 2006/37(4), S. 383–386. PMID: 16879352

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Fellfarben der Katze

Posted by admin on Juli 22, 2010  |  No Comments

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Katzen in verschiedenen Farben und Zeichnungen

Getickte Katze

Die Hauskatze kommt in verschiedenen Fellfarben vor, die sich alle von den Farben Schwarz, Rot und Weiß herleiten. Die Farben können dicht oder verdünnt vorkommen, so ist z. B. die Farbe Blau eine Verdünnung von Schwarz. Die Benennung der Farben ist nicht besonders einheitlich, bei manchen Rassen sind zum Teil sehr phantasievolle Namen für die Farben üblich.

In der Kürschnerei waren andere Bezeichnungen für die Fellfarben und -muster der Hauskatze üblich, siehe hierzu Pelzarten der Hauskatzen.

Inhaltsverzeichnis

Genetische Übersicht über die Farben

Die Genbezeichnungen unterliegen keiner Normung. Deshalb sind die hier benutzten vielleicht nicht immer international zutreffend. Sie werden in der Literatur jedoch benutzt, siehe „Rassekatzen züchten“ von Dagmar Thies.

Die Zeichnungen werden unter Tabby näher beschrieben, die Points unter Point-Katze.

Gen Artübergreifender Genlocus Chromosom Farbe (D-) verdünnt (dd und dmdm) modifiziert-verdünnt (dd und Dm- )
A Agouti-Locus[1] A3 Agouti (mit Zeichnung)
a Agouti-Locus[1] A3 Nonagouti (einfarbig, ohne Zeichnung)
B Braun-Locus, Okulokutaner Albinismus Typ 3[2] D4 Schwarz (Black, Seal, Ebony, Natural) Blau (Blue) Karamell (Caramel)
b Braun-Locus, Okulokutaner Albinismus Typ 3[2] D4 Braun (Chocolate, Chestnut, Havanna, Champagne) Lavendel (Lilac, Lavender, Platinum, Frost) Taupe (Lilac based Caramel)
b1 Braun-Locus, Okulokutaner Albinismus Typ 3[2] D4 Zimtfarben (Cinnamon, Sorrel, Honey) Beige, Rehfarben, Pfirsichfarben (Fawn, Peach)
C Tyrosinase-locus, Okulokutaner Albinismus Typ 1[3] D1 Vollfarbe, ohne Points (Colouration)
cb Tyrosinase-Locus, Okulokutaner Albinismus Typ 1[3] D1 Burma Points
cbcs Tyrosinase-Locus, Okulokutaner Albinismus Typ 1[3] D1 Tonkanese-Points (Mink)
cs Tyrosinase-Locus, Okulokutaner Albinismus Typ 1[3] D1 Siam Points
c Tyrosinase-Locus, Okulokutaner Albinismus Typ 1[4] D1 Vollständiger Albinismus (weißes Fell, rote Augen)
D MLPH siehe: Dilute-Gen[5] C1
d MLPH siehe: Dilute-Gen[5] C1
e Extension-Locus E2[1] Amber Light Amber
G c-Kit-Locus[6] Gloves (weiße Handschuhe)
I Inhibitor Locus[7] D2[7] Silber
O Orange-Locus[8] X Rot (Red, Flame, Cameo, Auburn) Creme (Cream) Apricot
S White Spotting Locus B1 Scheckung (White Spotting)
Ta Ticked-Locus B1[9] Abessinier-Ticking
Tm Tabby-Locus[10] A1[9] Streifenzeichnung (mackerel)
tb Tabby-Locus[10] A1[9] Räderzeichnung (blotched, classic)
Sp Getupft (spotted tabby)
W Weiß (White)
Wb Golden ohne Silber, Shaded, Shell oder Chinchilla mit Silber

Agouti-Locus: Einfarbige oder gemusterte Katzen

Damit eine Katze einfarbig ist, muss das Tabby-Muster von einem anderen Gen maskiert sein. Durch das Allel Nonagouti (a) des Agouti-Locus wird aus einer gemusterten Katze eine einfarbige. Gestreifte, gestromte und getickte Katzen haben das Allel A für Agouti, einfarbige Katzen haben das Allel a für Nonagouti. Rote Katzen haben immer ein sichtbares Tabbymuster, wirklich einfarbig rot aussehende Katzen zu züchten ist sehr schwierig.

Gene, die die Grundfarben aufhellen

Albinoserie

Burma-Katze – Braun mit Pointzeichnung = Chokolatepoint (Genotyp bb)

In der Katzenzucht spielen vollständige Albinos (OCA1) ohne funktionsfähige Tyrosinase keine Rolle. Die Pointzeichnung der Siamkatze und einiger anderer Katzenrassen entsteht jedoch durch teilweisen Albinismus aufgrund einer hitzeempfindlichen Tyrosinase.

Braun-Serie

Jede Katze trägt in ihrem Erbbild zwei Allele des Genortes B – verantwortlich für die schwarze oder braune Fellfärbung, die ihr Aussehen bewirken. Mutationen des entsprechenden Gens beim Menschen verursachen Okulokutanen Albinismus vom Typ 3 (OCA3, oculo-cutan setzt sich zusammen aus: oculus=Auge, cutaneus=die Haut betreffend).

Bislang sind bei der Katze drei unterschiedliche Allele des Genortes B bedeutsam: Das dominante Allel B für Schwarz, das gleichzeitig dem Wildtyp entspricht, das Allel b für Kastanienbraun (Chocolate) und das Allel bl für Zimtfarben (Cinnamon). Eine schwarze Katze kann auch die Erbanlage für Kastanienbraun (Chocolate) oder Zimtbraun (Cinnamon) verdeckt tragen, da diese beiden Farben durch ein rezessives Allel bewirkt werden und folglich durch das dominate Allel für die schwarze Fellfärbung überdeckt werden. Die Genkombination ist dann Bb oder Bbl. In äußerst seltenen Fällen kommt es durch einen Gendefekt während der Zellteilung zu einer doppelten Merkmalsanlage innerhalb eines Gens. So kann es schwarze Katzen geben, die gleichzeitig sowohl das Gen für Zimtfarben als auch das Gen für Kastanienbraun tragen; Ein solch fehlerhaftes Gen bringt die Natur allerdings sehr selten hervor. Hierbei handelt es sich nicht um eine Neumutation oder eine Wunderkatze, sondern lediglich um ein nicht korrektes Gen, welches durch einen fehlerhaften Bruchstückaustausch während der Meiose (Abschnitt innerhalb der Zellteilung) entstanden ist.

Das Gen für schwarze bzw. braune Farbe wird autosomal (nicht geschlechtsgebunden) vererbt.

So genannte Braun-Tabbies haben die Grundfarbe Schwarz, die genetische Farbe zeigt sich an den dunklen Teilen der Fellzeichnung.

Die Farben Schokoladenbraun und Zimtfarben sind bei verschiedenen Katzenrassen (z. B. Maine Coon oder Norwegische Waldkatze) nicht zugelassen und gelten als Hinweis auf eine unerwünschte Einkreuzung.

Verdünnung und Karamellisierung (dilution, D und dilution modifier Dm)

Zwei weitere Gene beeinflussen die Farbe weiter: Das Verdünnungs- oder Dilute-Gen (d) und das Gen für modifizierte Verdünnung oder Karamellisierung (Dm). Diese beiden Gene dürfen von der dominanten „nicht-Verdünnung“ (D) nicht überlagert sein, wenn sie ihre Wirkung zeigen sollen. Das Gen für die modifizierte Verdünnung hat höchstwahrscheinlich einen eigenen Genort. Die „Wildform“ ist dabei (als eine der Ausnahmen) rezessiv gegenüber der modifizierten Form. Die Verdünnungen schwächen die Farbe weiter ab, so dass aus Schwarz zunächst Blau und dann Caramel wird. In der Fachsprache der Katzenzüchter ist eine Katze niemals grau, sondern stets blau.

Der Karamellfaktor Dm ist bei verschiedenen Katzenrassen (z. B. Maine Coon oder Norwegische Waldkatze) nicht zugelassen und gilt als Hinweis auf eine unerwünschte Einkreuzung.

Aby farben.gif

Amber

Norwegische Waldkatze, Amber gestromt mit Weiß

Bei der Norwegischen Waldkatze wird das Schwarz durch ein anderes Gen, welches den provisorischen Namen Bm (Black Modifier) erhalten hat, zu Amber (mit Verdünnung: Light Amber; Amber: englisch für Bernstein) aufgehellt. Amberfarbene Katzen sehen zur Geburt schwarz aus und werden dann im Laufe des ersten Lebensjahrs immer heller, bis sie Zimtfarben erscheinen. An der Schwanzspitze bleibt die Originalfarbe erhalten. Durch Testpaarungen konnte gesichert werden, dass das Gen für Amber nicht zu einer der folgenden Serien gehört: Schwarzserie (B), Albinoserie (Colouration, C), Verdünnung (Dilute, D, Dm), Inhibitorserie (I) und Goldserie (Wb).

Wie Amber mit den anderen Allelen der Schwarzserie als Schwarz (B) zusammenwirkt, ist bis jetzt (2007) unerforscht, da diese Allele in der norwegischen Waldkatze nicht vorkommen.

In den Jahren 2007 und 2008 identifizierte Marc Peterschmitt (Frankreich) in seiner Doktorarbeit über Norwegische Waldkatzen in den Farben Amber bzw. Amber-tabby diese Genmutation als eigenständiges Gen. Es befindet sich auf dem für die Katze erstmals entdeckten Extension-Locus. Der Extension-Locus ist seit Jahren bei anderen Tierarten mit ähnlichen Wirkungen bekannt; er führt beim Menschen zu roter Haarfarbe, beim Pferd zur Farbe „Fuchs“ und bei Hunderassen wie dem Golden Retriever und dem Setter zu rehfarbenem Fell.

Analog zu den dort verwendeten Gencodes bietet sich die Terminologie E/e für die Ausprägung der Amber-Farbe an, wobei E (dominantes Allel) verantwortlich für die Wildfarbe ist, wie sie auch beim Genotyp Ee äußerlich in Erscheinung tritt und e (rezessives Allel) als ee verantwortlich wird für die äußerlich sichtbare Amber-Färbung.

Inzwischen sind kommerzielle Gen-Tests verfügbar um insbesondere bei schwierig zu identifizierenden Amber-Varianten wie light-amber-non-agouti Gewissheit über die Farbe zu erlangen.[11]

Rot

Das Gen für rote Farbe liegt auf dem X-Chromosom und tritt in zwei Allelen O (Rot) und o (Nicht-Rot) auf. Kater haben, da sie nur ein X-Chromosom besitzen auch nur ein Allel des Gens. Wenn es sich hierbei um das Gen o für Nicht-Rot handelt sind sie je nachdem welche Variante des Agoutilocus vorliegt einfarbig oder tabby (gemustert: gestreift, getickt oder getupft). Besitzen sie das Allel O für rot sind sie unabhängig davon, welches Allel auf dem Agoutilocus vorliegt, tabby. Es gibt also keine einfarbig orangen Katzen. Dabei sind diejenigen Bereiche die bei einer Tabby-Katze schwarz wären orange und die helleren Bereiche entsprechend heller orange-rosa.[3]

In Einzelfällen treten Kater mit zwei X-Chromosomen auf, die wie Katzen auch eine Schildpattfärbung aufweisen können. (z.B. Klinefelter-Syndrom, XX-Kater).

Weibliche Katzen haben zwei X-Chromosomen. Deshalb kann es vorkommen, dass sie beide Allele besitzen also Oo. Von diesen beiden Genen wird jeweils eines durch X-Inaktivierung inaktiviert, wodurch rote und nicht rote Fellbereiche entstehen (Kodominanter Erbgang). Katzen mit diesem Muster nennt man Schildpattkatzen.[3]

Aufgrund der geschlechtsgebundenen intermediären Vererbung der roten Farbe gilt, dass rote Kätzinnen rote oder cremefarbene Väter haben müssen und schwarze Kätzinnen schwarze (das schließt alle durch die Schwarzserie bestimmten Farben, z. B. blau oder schokoldenbraun, ein) Väter haben. Kätzinnen die beide Allele des Gens haben, zeigen eine Schildpattfärbung (englisch Tortoiseshell).[3]

Rot wird zu Creme und Apricot verdünnt. Rasselose „rote“ Hauskatzen sehen meistens leuchtend orange aus. Die kräftige Rotfärbung durchgezüchteter Rassekatzen ist auf weitere Gene, die die Rotfärbung verstärken (Rufismus), zurückzuführen.

Weiß

Vollständig weiße Katzen

Weiße Katzen sind in aller Regel keine Albinos, sondern tragen das Gen für Leuzismus, das heißt ihnen fehlen die Melanozyten, die Zellen, die den Farbstoff Melanin bilden in der Haut. Es hat die Allele W (Weißfärbung, dominant) und w (keine Weißfärbung, rezessiv). Das Gen für Weißfärbung bewirkt, dass die Katze ganz weiß ist. Katzen mit diesem Gen können blaue, hellbraune oder Augen in zwei unterschiedlichen Farben haben. Nicht nur bei blauäugigen Katzen ist Weißfärbung oft mit angeborener Taubheit verbunden. Außerdem treten bei ihnen ein Sehdefekt sowie oftmals Gleichgewichtsstörungen auf.

Katzen mit Weiß

Die meisten weißen Katzen sind jedoch „nur“ mit Weiß. Sie zeigen eine der oben beschriebenen Farben und haben einen mehr oder weniger großen Anteil an Weiß. Dies wird durch das dominante Scheckungsgen S bestimmt. Der Anteil der weißen Farbe ist dabei sehr variabel und geht von einem weißen Medaillon auf der Brust bis hin zu einer fast rein weißen Katze, die kaum noch eine andere Farbe zeigt, wie bei der Türkisch Van.

Die weißen Handschuhe der Birma-Katze vererben sich unvollständig dominant und werden nicht durch das vorgenannte Scheckungsgen verursacht. Der Genort, der als „Gloves“-Gen (G, dominant) bezeichnet wird, ist inzwischen als c-Kit-Locus identifiziert worden.[6]

Zweifarbige Haare

Bei einer weiteren Gruppe von Fellfarben sind die einzelnen Haare selbst zweifarbig. In der Katzenzucht kommen Farben vor, bei denen die Haarspitzen dunkel sind und die Haarschäfte weiß. Haare mit weißen Spitzen und eingefärbten Schäften können auch vorkommen, solche Farben sind hier aber nicht beschrieben.

Je nach Länge der eingefärbten Spitze unterscheidet man Chinchilla (Shell), Schattiert (Shaded) und Smoke oder Silber-Tabby (ohne oder mit Zeichnung), wobei der dunkle Anteil von Chinchilla zu Smoke/Silber-Tabby zunimmt.

Verantwortlich für die teilweise Entfärbung der Haare ist das Inhibitorgen. Die mutierte Form I ist dominant und verantwortlich für zweifarbige Haare, der Wildtyp i ist rezessiv und verantwortlich für durchgefärbte Haare.

Ist die Grundfarbe der Katze Rot, spricht man teilweise auch von „Cameo“, wobei sich in diesem Fall Länge der eingefärbten Spitzen wieder mit den Bezeichnungen Shell Cameo oder Shaded Cameo findet.

Chinchilla (Shell)

Das oberste Achtel des Haares ist eingefärbt, der Rest weiß. Sind die Haarspitzen schwarz, heißt die Farbe Chinchilla (nach dem gleichnamigen Nagetier). Bei anderer Grundfarbe wird die Farbbezeichnung vor das Wort Chinchilla gesetzt, z. B. blau-chinchilla (blue shell). Chinchilla-Perser werden bei einigen Verbänden als eigene Rasse geführt. Auch die Burmilla ist eine Katzenrasse, welche es unter anderem in der Shell-Variante gibt.

Silber Schattiert (Silver Shaded)

Ungefähr ein Fünftel der Haarspitze ist pigmentiert. Sind die Haarspitzen schwarz, spricht man von silber-schattiert (silver shaded). Sollte die Haarspitze nicht schwarz, sondern zum Beispiel blau, lilac oder rot pigmentiert sein, fügt man diese Farbe vor oder zwischen “silver” oder “shaded”. Also blau-silber schattiert (“blue silver shaded” oder “silver blue shaded”). Bekannte Katzen, die Schattierung aufweisen sind unter anderem Silver Shaded Perser, oder die Burmilla.

Rauchfarben oder Silbermoor (Smoke)

Smoke-Katzen (auch rauchfarbene Katzen genannt) sehen in Ruhe völlig einfarbig aus und zeigen ihre Unterfarbe nur, wenn sie sich bewegen. Mehr als die Hälfte des Haares ist eingefärbt und nur die Haarbasis ist weiß. Bei roten Katzen spricht man von „Cameo Smoke“, bei schwarzen manchmal von „Ebony Smoke“.

Silber-Tabby

Bei Silber-Tabbys sind die helleren Tabby-Bereiche deutlich weißer als bei nicht-silbernen Tieren. Das erhöht den Kontrast der Tabby-Zeichnung ganz erheblich, wodurch die Zeichnung viel deutlicher sichtbar wird. Die Einfärbung der Haare entspricht der bei Smoke-Katzen.

Zinnfarben (Pewter)

Eine zinnfarbene Perserkatze ist silber-schattiert, hat jedoch goldgelbe oder kupferfarbene Augen. Sie ist meist mischerbig für das Inhibitorgen I. Bei den silber-schattierten Perserkatzen sind grüne Augen Standard.

Gold (Golden)

Bei goldenen Katzen sind die Haarschäfte beige gefärbt und die Haarspitzen schwarz. Das dominante Wideband-Gen Wb verbreitert die helle Bande eines gebänderten Haars, außerdem sind noch weitere unerforschte Gene an der goldenen Färbung beteiligt.

Goldene Katzen werden als Shell, Shaded und Golden Tabby gezüchtet.

Weitere Farben

In diesem Abschnitt sind weitere Farben beschrieben, die in der aktuellen Katzenzucht keine Bedeutung haben.

Barrington Braun

Hierbei handelt es sich um eine rezessiv vererbte Braunfärbung, die nicht durch die bekannten Gene der Schwarz-Serie hervorgerufen wird. Sie trat in den 1960er Jahren in einer Katzenkolonie in Barrington, Illinois auf. Nach Ende der wissenschaftlichen Untersuchen wurde die Katzenkolonie 1969 aufgelöst.[12]

Russett

Russett ist eine Mutation, die 2007 bei in Neuseeland gezüchteten Burma-Katzen auftrat. Ähnlich wie bei der Fellfarbe Amber verwandelt sich eine anfänglich sepiafarbene Burmakatze im Laufe von etwa zwei Jahren in eine rote Burmakatze. Der Farbwandel verläuft langsamer als bei Amber.[13]

Literatur

  • Desmond Morris: Rassekatzen: die 100 Katzenrassen; welche Katze passt zu welchem Menschen. Heyne, München 1999, ISBN 3-453-15355-3.
  • Dagmar Thies: Rassekatzen züchten. Kosmos Verlag, ISBN 3-440-10128-2.
  • M. Menotti-Raymond, et al.: Second-generation integrated genetic linkage/radiation hybrid maps of the domestic cat (Felis catus). In: J Hered. 2003 Jan.-Feb. Nr. 94(1), S. 95-106. Erratum In: J Hered. 2003 Nov.-Dez. Nr. 94(6) (following table of contents). PMID 12692169

Weblinks

 Commons: Cats by pattern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Cats by color – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Eizirik E, Yuhki N, Johnson WE, Menotti-Raymond M, Hannah SS, O’Brien SJ: Molecular genetics and evolution of melanism in the cat family. Curr Biol. 2003 Mar 4;13(5):448-53. PMID 12620197
  2. a b c L. A. Lyons, I. T. Foe, H. C. Rah, R. A. Grahn: Chocolate coated cats: TYRP1 mutations for brown color in domestic cats. In: Mamm. Genome Mai 2005 Nr. 16(5), S. 356-366, PMID 16104383.
  3. a b c d e f g A. Schmidt-Küntzel, E. Eizirik, S. J. O’Brien, M. Menotti-Raymond: Tyrosinase and tyrosinase related protein 1 alleles specify domestic cat coat color phenotypes of the albino and brown loci. In: J Hered. Jul.-Aug. 2005 Nr. 96(4), S. 289-301, PMID 15858157.
  4. D. L. Imes, L. A. Geary, R. A. Grahn, L. A. Lyons: Albinism in the domestic cat (Felis catus) is associated with a tyrosinase (TYR) mutation. In: Anim Genet. Apr. 2006 Nr. 37(2), S. 175-178, PMID 16573534.
  5. a b Y. Ishida, V. A. David, E. Eizirik, et al.: A homozygous single-base deletion in MLPH causes the dilute coat color phenotype in the domestic cat. Genomics. 2006 Dez. Nr. 88(6), S. 698-705, Epub: 24. Juli 2006, PMID 16860533
  6. a b Sheila M. Schmutz: Cat Coat Color Genetics
  7. a b M. Menotti-Raymond, et al.: Mapping of the Domestic Cat “SILVER” Coat Color Locus Identifies a Unique Genomic Location for Silver in Mammals. In: J Hered. Apr. 2009 27. PMID 19398491
  8. Anne Schmidt-Küntzel, M. Menotti-Raymond, et al.: A Domestic cat X Chromosome Linkage Map and the Sex-Linked orange Locus: Mapping of orange, Multiple Origins and Epistasis Over nonagouti In: Genetics April 2009; Vol. 181, S. 1415-1425
  9. a b c Eduardo Eizirik, Victor A. David, Valerie Buckley-Beason, Melody E. Roelke, Alejandro A. Schäffer, Steven S. Hannah, Kristina Narfström, Stephen J. O’Brien, Marilyn Menotti-Raymond: Defining and mapping mammalian coat pattern genes: multiple genomic regions implicated in domestic cat stripes and spots In: Genetics Oct. 2009 ;184, S. 267-275
  10. a b Lyons LA, Bailey SJ, Baysac KC, Byrns G, Erdman CA, Fretwell N, Froenicke L, Gazlay KW, Geary LA, Grahn JC, Grahn RA, Karere GM, Lipinski MJ, Rah H, Ruhe MT, Bach LH: The Tabby cat locus maps to feline chromosome B1 In: Animal Genetics Aug. 2006; 37(4), S. 383–386
  11. http://norvegienambre.e-monsite.com/rubrique,test,221289.html
  12. Sarah Hartwell: RECESSIVE BROWN – THE ENIGMATIC BARRINGTON BROWN GENE (messybeast.com)
  13. Sarah Hartwell: WHAT COLOUR IS MY CAT – THE INDEFINABLE COLOURS: Abschnitt THE X-COLOURS (messybeast.com)

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Rassestandard Orientalisch Kurzhaar – OKH

Posted by admin on Juli 16, 2010  |  No Comments

OKH sind auch unter den Namensvarianten Foreign Shorthair und Oriental Shorthair bekannt. Sie sind einfarbige Siamesen des gemäßigten Typs und gehen aus einer Verpaarung aus Siam und einfarbiger Kurzhaarkatze hervor.
Ihr Standard lautet

Merkmal Ausprägung
Körper mittelgroß, lang, muskulös, elegant.
Kopfform lang, mittelgroß, in geraden Linien von den Ohren zum Kinn in feinem Keil zusammenlaufend, kräftiges Kinnn.
Ohren ziemlich groß, aufrecht, zugespitzt, am Grund weit offen, die Keilform des Kopf nach oben fortsetzend.
Nase lang, gerade, im Profil ohne Stop.
Augen weit auseinandergesetzt, schräg zur Nase, mittelgroß, mandelförmig, Augenfarbe leuchtendes grün, bei creme, rot und tortie kupfer bis grün
Beine lang und schlank, in guter Proportion zum Körper, Hinterbeine länger als Vorderbeine.
Pfoten fest, klein, oval.
Schwanz lang, dünn an der Basis, zu feiner Spitze verjüngend.
Fell sehr kurz, feine Textur, glänzend, eng anliegend.
Farbe je nach Verein sind unterschiedliche ein-, zwei- und dreifarbige Farbschläge zugelassen, Haar muß von Wurzel bis Spitze durchgefärbt sein, bei Tabbys muß der Kontrast zwischen Zeichnungs- und Grundfarbe deutlich sein.


Die Häufigste Farben


Name Fellfarbe Nasenspiegel und Fußballen
Havana braun Nasenspiegel braun, Fußballen zimtrosa
Ebony tiefschwarz, glänzend schwarz
Blau schiefergrau schiefergrau
Lavender hellgrau lavenderrosa

Rassestandard der Burmakatze

Posted by admin on Juli 16, 2010  |  No Comments

Burmakatzen sind auch unter den Namensvarianten Burma, Burmese bzw. Burmesin bekannt. Die Burmesen sind in Amerika, Australien und Großbritannien eine der beliebtesten Katzenrassen. In Deutschland sind sie relativ selten.
Ihr Europäischer Rassestandard lautet

Merkmal Ausprägung
Körper mittelgroß, mittellang, kompakt und muskulös, kräftige,
im Profil gerundete Brust
Kopfform kurzer, stumpfer Keil, breiter Kiefer, kräftiges Kinn
Ohren mittelgroß, breiter Ansatz, weit auseinander gesetzt, weit auseinander
Nase mit Stop
Augen groß, weit auseinander, unteres Augenlid gerundet, gelb bis gold
Beine Hinterbeine länger als Vorderbeine
Pfoten zierlich und oval
Schwanz mittellang mit gerundeter Spitze, nicht dick am Ansatz
Fell sehr kurz, fein, eng anliegend, glänzend, ohne Unterwolle
Farbe ursprünglich nur braun, heute zahlreiche Farben, je nach Land und
Dachverband unterschiedlich, grundsätzlich gilt:
Abzeichen mit geringem Kontrast, Rücken dunkler als Unterseite,
Farbe ist bei Jungtieren schwächer und dunkelt nach.
Farbe von Nasenspiegel und Fußballen muß zur Fellfarbe passen.

Rassestandard Balinesen

Posted by admin on Juli 16, 2010  |  No Comments

Balinesen sind auch bekannt unter den Namensvarianten: Balikatze, Balinese bzw. Balinesin. Sie sind halblanghaarige Siamesen des gemäßigten Typs.
Ihr Standard lautet

Merkmal Ausprägung
Körper mitelgroß, lang, muskulös, elegant
Kopfform lang, mittelgroß, in geraden Linien von den Ohren zum Kinn in feinem Keil zusammenlaufend, kräftiges Kinn
Ohren ziemlich groß, aufrecht, zugespitzt, am Grund weit offen, die Keilform des Kopf nach oben fortsetzend
Nase lang, gerade, im Profil ohne Stop
Augen weit auseinandergesetzt, schräg zur Nase, mittelgroß, mandelförmig, klares, kräftiges Blau
Hals lang und schlank
Beine lang und schlank, in guter Proportion zum Körper, Hinterbeine länger als Vorderbeine
Pfoten fest, klein, oval
Schwanz lang, dünn an der Basis, zu feiner Spitze verjüngend
Farben alle Siamfarben
Fell lang, fein, seidig, anliegend, ohne Unterwolle

Rassestandard Thaikatzen

Posted by admin on Juli 16, 2010  |  No Comments

Die Rasse Thai ist international vom WCF (World Cat Federation) anerkannt.
Ihr Standard lautet

Merkmal Ausprägung
Körper Mittelgroß bis groß, muskulöse Statur, Rücken nach hinten in leichter Kurve neigend
Kopfform gerundete Form, weder flach noch eingefallen, leichte Keilform, Stirn und Wangen mit kräftigen Konturen, Schnauze gerundet
Ohren mittelgroß, breit an der Basis, seitlich am Kopf plaziert, Ohrbüschel erlaubt
Nase im Profil leicht konkave Linie bildend, kein Stop
Augen weit auseinander stehend, mittelgroß, mandelförmig, Oberlid gut gerundet, klares, kräftiges blau
Hals / Nacken Nacken kurz bis mittellang, kräftig, muskulös
Beine muskulös, Hinterbeine etwas länger als Vorderbeine
Pfoten mäßig gerundet
Schwanz mittellang, an der Basis etwas breiter, spitz zulaufend
Fell fest, nicht flach anliegend

Rassestandard Siamkatzen

Posted by admin on Juli 16, 2010  |  No Comments

Die Rasse Siam ist international von allen großen Zuchtverbänden anerkannt.
Ihr Standard lautet

Merkmal Ausprägung
Körper mitelgroß, lang, muskulös, elegant
Kopfform lang, mittelgroß, in geraden Linien von den Ohren zum Kinn in feinemKeil zusammenlaufend, kräftiges Kinn
Ohren ziemlich groß, aufrecht, zugespitzt, am Grund weit offen, die Keilform des Kopf nach oben fortsetzend
Nase lang, gerade, im Profil ohne Stop
Augen weit auseinandergesetzt, schräg zur Nase, mittelgroß, mandelförmig, klares, kräftiges Blau
Hals lang und schlank
Beine lang und schlank, in guter Proportion zum Körper, Hinterbeine länger als Vorderbeine
Pfoten fest, klein, oval
Schwanz lang, dünn an der Basis, zu feiner Spitze verjüngend
Farbe siehe Farbtabelle
Fell sehr kurz, feine Textur, glänzend, eng anliegend

Herkunft der Siam

Posted by admin on Juli 8, 2010  |  No Comments

Herkunft der Siam: Der erste Import von Siamkatzen nach Europa und einige der ersten Champions

Die Thai- und Siamkatzen haben ihren gemeinsamen Ursprung in Siam, dem heutigen Thailand, woher auch die Burmesen und die Korats stammen. Sie gehören mit den Persern zu den ältesten Katzenrassen. Historsiche Schriften deuten darauf hin, dass es schon im 14 Jahrhundert Katzen mit dem typischen blauen Augen und Point-Zeichungen gab. Das älteste Dokument über die Siamkatze ist ein Buch der Hofmaler, das “Katzenbuch der Gedichte” dem Tamra Maew, welches wohl aus dem 14. Jahrhundert stammt und heute in der Thai-National-Bibliothek in Bangkok aufbewahrt wird. Darin wird von zwei Typen berichtet, die der heutigen Thai- und Burmakatzen entsprechen. Die alte Rasse der Siams wurde von den Tempeln als heilige Katze verehrt und man nannte sie “Edle Monddiamanten”, auch die Könige des früheren Siams liebten sie und haben sie mit zu den Glückskatzen erkoren

Wann genau die ersten Siamesen ihren Weg nach Europa fanden, kann man nicht mit Sicherheit sagen. Sicher ist allerdings, das dies vor dem 16. Juli 1871 gewesen sein muss. An diesem Tag wurden im Rahmen der erstmalig im Crystal Palace stattfindenen Katzenausstellung auch Siamesen gezeigt. Eines der ersten Siam Zuchtpaare wurde vermutlich 1884 von Thailand nach Europa gebracht, von einem gewissen Mr. Owen Gould, British Consul-General in Bangkok. Er schenkte das Pärchen seiner Schwester Mrs. Veley. Ihre berühmten Namen waren Pho und Mia. Ein Jahr später brachte das Pärchen 3 Kitten zur Welt, Duen Ngai, Kalohom und Khromata. Die Kitten wurden zum ersten mal öffentlich 1885 im ‘Crystal Palace’ Park, Sydenham exhibition hall in England gezeigt und gewannen gleich eine Auszeichnung.

Durch den Erfolg und die steigende Nachfrage nach diesen Katzen motiviert, importierte Mrs. Veley weitere Siamesen und war 1901 Mitbegründerin des Siamese Cat Club.


Champion Wankee, der in Hong Kong beboren wurde, war der erste UK Siamese champion in 1898.


Eine gewisse Mrs Robert Locke war die erste Züchterin, die Siamkatzen in den US registrierte. Sie war die Gründerin des Beresford Cat Club in 1899. Ihre registrieten Katzen hießen Lockhaven, Sally und Siam. Mrs Locke begann die Zucht mit Siam und Sally und mit zwei deren Kitten (Calif und Bangkok) gewann sie viele Wettbewerbe in der Chicago Gegend.

Bereits zum Ende des 19 Jahrhunderts namen die Anhänger der Siamrasse in Europa/USA rapide zu und brachte so viele der Veränderungen in Aussehen und Farbe, die die heutigen Siamkatzen auszeichned. Beretis in 1892 wurde in Großbritannien ein Rassestandard festgelegt. 1914 wurde in den USA ein Standard beschrieben, der seit 1927 von der CFA anerkannt wird. Bei den Tieren handelte es sich jedoch nicht um die modernen/heutige Siamkatzen, sondern vielmehr um die heutige gemäßigte Thaikatze.

Ein Interesse an Siamesen entstand in Deutschland erst in den 1920er Jahren. Die ersten Siamesen wurden 1927 beim 1. Deutschen Angorakatzen Schutz- und Zuchtverein in Nürnberg registriert. Dies war der Vorgänger des 1. DEKZV e.V. (Deutschen Edelkatzen Züchterverband). Viele der deutschen Zuchtkatzen stammten aus England und Frankreich, wo die Siamesen bereits eine große Popularität besaßen.

In den 60-iger und 70-iger Jahren kam es zur Aufsplittung der Rasse Siam in “moderne” Siam und traditionelle Siam, den Thaikatzen. Die modernen Siamkatzen wurden insbesondere in den 90-iger Jahren immer schlanker im Körperbau, die Beine länger, der Kopf spitzer und länger mit schräg gestellten Ohren. Da dieser Typ beim Publikum jedoch keinen Zuspruch fand, haben sich viele Züchter von der Extremzucht mittlerweile abgewendet. Während die Rasse Siam international von allen Vereinen und Dachverbänden anerkannt wird, werden Thaikatzen nur von einem internationalen Dachverband (WCF) als eigenständige Rasse geführt. Für viele sind sie nur eine Untergruppe der Rasse Siam.

Wegen ihrer blauen Augen und der besonderen Farbgebung, der Points, die ihren eleganten Körper zieren, wurde die Siamkatze in einige andere Rassen, wie z.B. Perser (Perser-Colourpoint) und Britisch-Kurzhaar eingekreuzt.

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Legenden

Posted by admin on Mai 13, 2010  |  No Comments

Der Knick im Schwanz

Vor vielen Jahren wurden das Schielen und der “Knick” im Schwanz als Echtheitsmerkmal eines Siamesen vorausgesetzt. Es gibt viele Sagen und Legenden, die die Entstehung dieser Charakteristika beschreiben.

Eine der Sagen erzählt davon, dass eine Prinzessin die Siamkatzen als ihre besonderen Lieblingstiere vergötterte. Immer wenn die Prinzessin baden ging, übergab sie ihren wervollen Schmuck ihrer Lieblingskatze, damit diese den wertvollen Schmuck bewachen konnte. Die Siamkatze ließ es zu, dass die Prinzessin ihre Ringe über ihren Schwanz schob. Um sich die Zuneigung der Prinzessinnen zu bewahren, bewachte die Siamkatze den Schmuck peinlichst genau und knickte die Schwanzspitze um, damit nichts verloren gehen konnte. Durch die extreme Aufmerksamkeit beim Bewachen, begann die Katze zu schielen und der Schwanz bekam einen Knick.

Eine andere Geschickte berichtet von einem Katzenpaar, dem Siamkater Tien und der Siamkatze Chula. Einmal zu Kriegszeiten mussten alle Männer aus Siam ihre Heimat verlassen, um ihr Land zu verteidigen. Den verehrten Katzen Tien und Chula wurde die wichtige Aufgabe erteilt, den kostbarsten Schatz des Landes zu bewachen: den goldenen Trinkbecher Buddhas, der in einem heiligen Tempel aufbewahrt wurde. Tien wurde dieser Aufgabe schnell überdrüssig und machte sich auf die Suche nach einem Priester, der seine Aufgabe übernehmen konnte. Die bereits trächtige Chula hingegen fühlte sich mit der großen Verantwortung völlig überfordert und traute sich nicht, die Augen von dem Schatz abzuwenden. Außerdem wickelte sie ihren langen Schwanz um den Stiel des Bechers – das für den Fall, dass sie versehentlich einmal einschlief. Als der Geburtstermin der Kätzchen nahte, kehrte endlich Tien in Begleitung eines Priesters zurück. Kurz darauf wurden Chulas Kinder geboren, alle hatten sie die gleichen Merkmale, die ihre Mutter während der ungewöhnlichen Schwangerschaft erworben hatte – einen abgeknickten Schwanz und ein Schielen der wunderschönen blauen Augen…

Manchmal, auch heute noch, werden Kätzchen mit diesen Merkmalen geboren und dann gerne liebevoll als ‘lebende Legenden’ bezeichnet.

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