Giftige Garten- und Wildpflanzen

Posted by on Mai 30, 2010

Tiere haben Pflanzen oft „zum Fressen gerne“. Jedoch können einige Zimmer- und Freilandpflanzen bei Katzen, die ihren Hunger daran stillen oder sie aus reiner Neugier, Spieltrieb oder Langeweile anknabbern, zu erheblichen gesundheitlichen Problemen, bis hin zu schweren Vergiftungserscheinungen führen.

Die wichtigsten Pflanzen bei denen Vorsicht geboten sind nachfolgend gelistet. Die Liste beschränkt sich auf Planzen mit einem Toxizitätsgrad ’stark‘ (++) bis ’sehr stark‘ giftig (+++) entsprechend der Klassifizierung des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie in Zürich. Die Liste der hier aufgeführten Giftpflanzen für Katzen ist sicherlich nicht vollständig, beinhaltet aber die wichtigsten unter ihnen. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information kann keine Gewähr gegeben werden.

Wild- und Gartenpflanzen
[Alternativnamen]
(botanische Name)
Toxizitätsgrad Wirkung
Adlerfarn Adlerfarn
[Waldfarn, grosser; Johanniswurz; Jesus-Christwurz]
(Pteridium aquilinum; Pteris aquilinum)
+++ Die ganze Pflanze, insbesondere die Jungpflanze ist für Katzen giftig. Symptome sind blutiger Durchfall, Blut im Urin, Muskelzuckungen, motorische Störungen, Krämpfe, allergische Reaktionen.
Adonisröschen Adonisröschen
[-kraut; Teufelsauge; Falsche fenchelblättrige Nieswurz
(Adonis vernalis)
++ Der Vergiftungsverlauf zeigt sich in Übelkeit und Erbrechen, Krämpfen und Durchfällen. Weiterhin kann es zu Störungen des Herzrhythmus und auch zu Atemnot kommen
Aronstab Gefleckter Aronstab
[Aronskraut; Kleine Natterwurz; Kuh-/; Zehr-/Fress-/Magen-/Fieber-/Veroniken-Wurz; Pfaffenpint/-blut; Eselsohren; Kalbsfuss; Johannishaupt; Deutscher wilder Ingwer; Chindlichrut; Ronechrut; Trommelschlägel
(Arum maculatum)
+++ Die Symptome sind Erbrechen und Durchfall, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen. Auch kann es zu Leber- und Nierenschäden kommen.
Belladonna-Lilie Belladonna-Lilie
(Amaryllis belladonna)
++ Die Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Erbrechen, erhöhter Speichelfluß und Durchfall. Benommenheitsgefühl und es kann zu Schädigungen der Niere und zu Lähmungen und Herzrhythmusstörungen kommen. Die Giftstoffe können auch Reizungen der Haut hervorrufen.
Buchsbaum Gemeiner Buchsbaum
[Immergrüner Buchsbaum; Buchs; Beetzaun; Grabkraut; Palm]
(Buxus sempervirens)
++ Atembeschwerden, Krämpfe mit erheblichen Schmerzen. Wirkt zuerst erregend, dann lähmend und blutdrucksenkend
Buchweizen Buchweizen
[Echter Buchweizen; Heidekorn; Heidegrütze; Heidel; Flende; Hede]
(Fagopyrum esculentum/fagopyrum)
++ Weisse und hellhäutige Tiere werden nach Aufnahme von Fagopyrin lichtempfindlich. Es kommt es zu Hautentzündungen. Erste Anzeichen in der Regel innerhalb 24 Std. nach Pflanzenverzehr. Keine Reaktion bei dunklen Tieren, pigmentierten Hautstellen oder nicht sonnenexponierten Tieren. Es können aber an Stellen, die nicht oder gering durch das Fell geschützt sind, wie Augenlider, Lippen und Ohren Entzündungen und Rötungen auftreten.
Gemeine Eibe Gemeine Eibe
[Taxusbaum; Ibe; Ife; Bogenbaum; Ifenbaum; Roteibe]
(Taxus baccata)
+++ Vergiftungserscheinungen sind Speichelfluss, die Tiere haben Schaum vor dem Maul, weiterhin starke Entzündung von Magen und Darm, Krämpfe, Durchfall oder auch Verstopfung, ferner Blasenentzündung verbunden mit zuerst starkem, später vermindertem Harndrang, Taumeln, Herz- und Kreislaufkollaps und Atemlähmung. Die tödliche Dosis nach Aufnahme der Eibennadeln liegt < 30 g Nadeln. Der Vergiftungsverlauf ist perakut bis akut. Das wirksame Alkaloid Taxin B wird schnell enteral resorbiert und kann innerhalb weniger Minuten zu Vergiftungserscheinungen und zum Tod führen.
Eisenhut Blauer Eisenhut
[Fuchswurz; Giftkraut; Mönchskappe; Sturmhut; Tübeli; Wolfskraut; Venuswagen]
(Aconitum napellus)
+++ Vergiftung zeigt sich in starkem Speichfluss, Pupillenvergrößerung, Erregungen, Unruhe, Durchfällen, Krämpfen, erhöhte Körpertemperatur, Herzrhythmusstörungen und aufsteigende Lähmung mit Lähmung von der Gesichtsmuskeln und der Zunge. Der Tod tritt unter starken Schmerzen durch Herzstillstand infolge Kammerflimmern oder durch zentrale Atemlähmung ein, wobei die tödliche Dosis für die Katze < 5 g der getrockneten Wurzel liegt.
Engelstrompete Engelstrompete
[Trompetenbaum; Daturabäumchen]
(Datura / Brugmansia suaveolens)
+++ Die Symptome einer Vergiftung sind Erregung, Schluckbeschwerde, trockene Schleimhäute, Pupillenerweiterung und Sehstörungen, Durchfall sowie Herzrhythmusstörungen.
Fingerhut Fingerhut
(Digitalis sp.)
+++ Vergiftungserscheinung zeigt sich in Erbrechen, blutigem Durchfall; die Tiere sind benommen und taumeln, es kommt zu Herzrhythmusstörungen und bei entsprechend starker Vergiftung zum Herzstillstand.
Weisser Germer Weisser Germer/Nieswurz
(Veratrum album)
+++ Die Vergiftungssymptome ähneln denen des Blauen Eisenhutes. Speicheln, Durchfall, Erbrechen, Kolik, Erregung, Erweiterung der Augenpupill. Die Alkaloide des Weißen Germers sind starke Nervengifte, die insbesondere auf die Nervenenden der Haut wirken. Höhere Dosen führen zu Hyperthermie, Kreislauf- und Atemlähmung. Die Wirkstoffe werden auch durch die intakte Haut leicht resorbiert.
Goldregen Goldregen
(Laburnum anagyroides; Cytisus laburnum)
+++ Die Pflanze ist sehr stark giftig für Katzen. Die Tiere erbrechen das Gift meist sofort; der Tod kann aber auch eintreten und dies bereits nach 1 Stunde. Die Symptome bei einer Goldregenvergiftung sind Schweißausbruch, Erregung, danach Dämpfung, die Tiere zittern und atmen schwer. Weiterhin kommt es zum Anstieg des Blutdrucks und schnellerem Puls. Die Tiere leiden unter Gleichgewichtsstörungen, Krämpfen, Muskelzucken und Magen- Darmbeschwerden. Der Tod tritt durch Alemlähmung ein.
Gundelrebe Gundelrebe; Gundermann; Erd-Epheu; Udram
(Glechoma hederacea)
++ Gefährlich für Pferde, Katzen sind weniger betroffen. Symptome sind erschwertes Atmen, Husten, erhöhte Herzfrequenz, Schweissausbruch, Zittern, Schleimausfluss, Appetitlosigkeit.
Herbstzeitlose Herbstzeitlose
(Colchicum autumnale)
+++ Vergiftung kann im Sommer auftreten, wenn die Tiere die Pflanze mit den Samenkapseln fressen und im Herbst durch die Blüten. Vergiftungssymptome sind Verweigerung der Nahrung, Rinder kauen kaum noch wieder, Erbrechen, Speichelfluß, Schweißausbrüche, Koliken und blutiger Durchfall. Es kommt weiterhin zu Kreislaufstörungen und zu Lähmungen.
Hundspetersilie Gemeine Hundspetersilie
(Aethusa cynapium)
+++ Die Symptome einer Vergiftung sind Speichelfluß, Unlust zum Fressen, Magen- und Darmbeschwerden, erst verlangsamter, dann erhöhter Puls, aufsteigende Lähmung bis zum Erreichen der Atmung, schließlich Tod durch Atemlähmung.
Jakobs-Kreuzkraut Jakobs-Kreuzkraut; Jakobs-Greiskraut
(Senecio jacobaea)
+++ Ganze Pflanze, insbesondere die Jungpflanze, ist für Katzen giftig. Symptome sind Abmagerung, Taumeln, Krämpfe, Unruhe, häufiges Gähnen, Depressionen, Koma, Blindheit.
Kirschlorbeer Kirschlorbeer
(Prunus laurocerasus)
++ Durch enzymatische Spaltung wird Blausäure freigesetzt. Die Folgen sind Gewebsanoxie und Krämpfe. Eine Vergiftung zeigt sich in Speichelfluß, Reizungen der Schleimhäute, Magen- und Darmstörungen, Erregung, Atemproblemen; bei starker Vergiftung kommt es zu Atemlähmung.
Kornrade Kornrade
(Agrostemma githago)
++ Ganze Pflanze ist giftig. Sysmptome sind Speicheln, Erbrechen, Kolik, Durchfall, erhöhte Herzfrequenz. Kreislaufversagen. schnelle Atmung, Zittern, Inkoordination, Lähmung
Lebensbaum Lebensbaum
(Thuja sp.)
+++ Eine Vergiftung zeigt sich durch Magen- und Darmbeschwerden, Krämpfen, Veränderung von Leber und Nieren, verbunden mit erhöhtem Harnvolumen aber geringer Harnausscheidung.
Lein Lein
(Linum usitatissimum)
+++ Bei Tieren kann es aufgrund von Blausäure, die in den Samen enthalten ist, zu Vergiftungen kommen. Blausäurevergiftung durch Nassverfütterung zu grosser Mengen von Leinsamen und Ölkuchen und Extraktionsschrot. Trockene Verabreichung ungefährlich. Je stärker die Samen zerkleinert werden, um so mehr Blausäure wird freigesetzt. Auch Jungpflanzen haben einen recht hohen Gehalt an Blausäure. Eine Vergiftung zeigt sich durch Atembeschwerden, Krämpfen und Tod durch Atemlähmung. Eine ernsthafte Vergiftung tritt gewöhnlich nur nach Fütterung größerer Mengen auf.
Maiglöckchen Maiglöckchen
(Covallaria majalis)
+++ Die Tiere leiden im Fall einer Vergiftung unter Magen- Darmbeschwerden mit Durchfall, Teilnahmslosigkeit, Krämpfe, Verlangsamung des Herzschlages.
Nachtschatten Nachtschatten, Schwarzer/Bittersüsser
(Solanum nigrum, Solanum dulcamara)
++ Eine Vergiftung zeigt sich durch Erbrechen, Speichelfluss, Durchfall, Koliken, Schleimhautentzündungen, Depressionen und bei starker Vergiftung durch Herzstillstand. Nierenschädigung bei der Ausscheidung, Atemlähmung.
Schwarzer Nieswurz Schwarzer Nieswurz/Christrose; Grüner Nieswurz
(Helleborus niger/viridis)
+++ Die Symptome sind Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Koliken, nervöse Erregung und Lähmung, erhöhte Herzfrequenz, Erweiterung der Augenpupille.
Stinkende Nieswurz Nieswurz, stinkende
(Helleborus foetidus)
+++ Ganze Pflanze ist giftig für Katzen. Reizung der Schleimhaut von Maul und Verdauungstrakt, Schädigung der Niere beim Ausscheiden. Die Symptome sind Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Koliken, nervöse Erregung und Lähmung.
Schwarzes Bilsenkraut Schwarzes Bilsenkraut; Schlafkaut; Zigeunerkraut; Hühnertod
(Hyoscyamus niger)
+++ Vergiftungen bei Tieren eher selten. Gefährdet sind vor allem Pferde. Vergiftungssymptome sind Schnelle Atmung, starker Durst, Verstopfung, Lähmung von Gliedern und Tobsucht.
Oleander Oleander, Rosenlorbeer
(Nerium oleander)
+++ Die Vergiftungssymptome sind Pupillenerweiterung, Absinken der Körpertemperatur und damit verbunden kühle Beine sowie Magen- Darmbeschwerden mit Durchfall. Der Tod tritt, wie beim Menschen, durch Herzlähmung ein.
Pfaffenhütchen Pfaffenhütchen
(Euonymus europaeus)
++ Vergiftungssymptome sind Ansteigen der Körpertemperatur, Kreislaufstörungen, Kurzatmigkeit, Magen- und Darmbeschwerden mit Durchfall oder chronischer Verstopfung, Bauchfellentzündung, Krämpfe und Herzrasen; der Tod ist durch Herzlähmung möglich.
Rittersporn Rittersporn
(Delphinium sp., Consolida sp.)
+++ Eine Vergiftung zeigt sich durch Speichelfluß, Magen- Darmentzündungen, Durchfall, Muskelschwäche, -zuckungen und -lähmungen, Bewegungsstörungen, Benommenheit und Blutdruckabfall.
Rhododendron Rhododendron; Alpenrose, goldgelbe; Alpenrose, sibirische; Gichtrose; Azalee (Rhododendron sp.) ++ Eine Vergiftung äußert sich durch Magen- und Darmentzündung, verstärktem Speichelfluß, Krämpfe. Am Ende kommt es zu Lähmungen, der Tod kann durch Atemlähmung eintreten.
Rizinus Rizinus; Wunderbaum; Christuspalme
(Ricinus communis)
+++ Eine Rizinusvergiftung zeigt sich in Speichelfluß, starke Reizungen der Schleimhäute, Schwindel und Schläfrigkeit. Die Tiere schwitzen vermehrt, haben Schwierigkeiten beim Atmen, haben Störungen in ihrem Bewegungsablauf und werden schläfrig. Es kommt zur Gelb- oder Weißfärbung der Schleimhäute, zu Magen- und Darmentzündungen mit teils starkem Durchfall, Anstieg der Körpertemperatur, Muskelzucken, Krämpfen, Entzündung der Nieren mit starkem Drang zum Wasserlassen, Zerfall der roten Blutkörperchen sowie Leberschädigung. Als tödlichen Dosen reichen bei Hunden und Katzen wenige Samen.
Gewöhnliche Robinie Gewöhnliche Robinie; Falsche Akazie
(Robina pseudoacacia)
++ Vergiftungssymptome sind Speichelfluß, erhöhte Atemfrequenz, Erregung und danach Teilnahmslosigkeit. Weiterhin erhöhter Puls und erweiterte Pupillen, gelbe Schleimhäute. Weiterhin leiden Tiere unter Magen- und Darmentzündungen mit Krämpfen, Störung des Gleichgewichts, krampfartiges Zucken, Schädigung von Leber und Nieren, Harndrang und auch Blindheit kann eintreten.
Rosskastanie Rosskastanie
(Aesculus hippocastanum)
++ Die Symptome einer Vergiftung sind Pupillenerweiterung, starker Durst, die Tiere werden unruhig und leiden unter Magen- und Darmkrämpfen mit Durchfällen, Muskelzucken und Benommenheit.
Sadebaum Sadebaum; Stink-Wacholder
(Juniperus sabina)
+++ Reizung von Haut (Blasenbildung, Nekrosen), Schleimhäuten und Niere. Eine Vergiftung zeigt sich in Magen- und Darmbeschwerden mit Krämpfen, Blähungen und Durchfall, Nierenentzündungen und Lähmungen.
Schierling Gefleckter Schierling; Wütherich
(Conium maculatum)
+++ Die Symptome einer Vergiftung sind Speichelfluß, Unlust zum Fressen, erst verlangsamter, dann erhöhter Puls, aufsteigende Lähmung bis zum Erreichen der Atmung, schließlich Tod durch Atemlähmung.
Schlafmohn Schlafmohn, weisser
(Papaver somniferum)
++ Eine Vergiftung zeigt sich durch Erregung und Unruhe, Schwierigkeiten beim Atmen, Krämpfe, Koliken und Durchfall.
Seidelbast Seidelbast, gemeiner; Kellerhalst
(Daphne mezereum)
+++ Der Seidelbast ist tödlich giftig für Katzen. Eine Vergiftung verläuft mit Speichelfluß, Entzündung der Schleimhäute und von Magen und Darm, Magenkrämpfe; es kommt zu blutigem Durchfall, Fieber, Atemnot, Störung des Gleichgewichts, Schädigung des Nervensystems und Kreislaufzusammenbruch.
Stechapfel Stechapfel, gemeiner
(Datura stramonium)
+++ Die Giftstoffe wirken auf Tiere nicht so stark, wie auf den Menschen. Dennoch ist der Stechapfel giftig für Katzen. Die Symptome einer Vergiftung sind Erregung, Schluckbeschwerde, trockene Schleimhäute, Pupillenerweiterung und Sehstörungen, Durchfall sowie Herzrhythmusstörungen.
Stechpalme Stechpalme
(Ilex aquifolium)
++ Insbesondere die leuchtend roten Beeren stellen für eine Gefahr dar. Für kleinere Tiere kann eine Vergiftung mit den Beeren tödlich verlaufen; so liegt die tödliche Dosis für einen Hund bereits bei 20 Beeren. Vergiftung zeigt sich durch Schläfrigkeit, Erbrechen, Magen-Darmneschwerden, Durchfall, möglicherweise Schädigung des Kreislaufes und des Herzens.
Virginischer Tabak Tabak, virginische
(Nicotiana tabacum)
+++ Die Symptome einer Tabakvergiftung sind erst eine Verengung der Pupillen und danach eine Erweiterung. Ferner Speichelfluß, Atemnot mit möglicherweise plötzlicher Atemlähmung und Tod. Die Tiere sind erregt; sie leiden unter Magenkrämpfen, Durchfällen und Lähmungen. Sie haben einen erhöhten Harndrang, auch verlangsamt sich der Herzschlag. Es kommt es auch zu Muskelschwäche und Muskelzucken. Die tödliche Dosis an getrockneten Tabakblätter liegt für Hunde und Katzen, wohl auch Nagetiere, bereits nach der Aufnahme von 5 – 25 g getrockneter Blätter, also möglicherweise bereits nach einer Zigarette und einer Zigarettenkippe!
Schwarze Tollkirscher Tollkirsche, schwarze
(Atropa belladonna)
+++ Die Vergiftungssymptome sind Trockene Schleimhäute, Schluckbeschwerden, Durst, erweiterte Pupillen, Erregung, Sehstörungen, Verstopfung, erhöhte Pulsfrequenz und Atmung, Herzklopfen und Anstieg der Körpertemperatur. Im Falle einer starken Vergiftung kommt es zu Störungen im Bewegungsablauf, zu Tobsuchtsanfällen und letztlich zum Tod durch Atemlähmung.
Krainer Tollkraut Krainer Tollkraut
(Scopolia carniolica)
+++ Das Krainer Tollkraut ist, ebenso wie die Tollkirsche, giftig für Katzen. Die Vergiftungssymptome entsprechen denen der Tollkirsche.
Wasserschierling Wasserschierling
(Cicuta virosa)
+++ Der Vergiftungsverlauf ist Speichelfluß, Anstieg der Körpertemperatur, Erregung, Zähneknirschen und erweiterte Pupillen. Die Tiere sondern vermehrt Harn und Kot ab, sie leiden unter Gleichgewichtsstörungen, starken Krämpfen sowie erhöhter Atmung und erhöhtem Herzschlag . Bei entsprechend starker Vergiftung sterben die Tiere an Atemlähmung.
Zypressen Wolfsmilch Wolfsmilch
(Euphorbia sp.)
++ Wolfsmilcharten sind giftig für Katzen. Die Pflanzen behalten auch im getrockneten Zustand ihre Giftwirkung. Frische Pflanzen werden aufgrund ihres scharfen Geschmacks meist von Tieren gemieden, nicht so jedoch im Heu. Die Symptome einer Vergiftung sind starke Schleimhautreizungen, Magen- Darmbeschwerden mit Krämpfen und oft blutigem Durchfall, Absinken der Körpertemperatur, Lähmungen, blutiger Harn und Kot, Taumeln, Leberschädigung und Herzrhythmusstörungen.

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Giftige Pflanzen für Klein- und Heimtiere: Pflanze erkennen – Gift benennen – Richtig therapieren (Broschiert)
von J. R. Kupper (Autor), D. C. Demuth (Autor)

Kurzbeschreibung
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Giftpflanzen: Ein Handbuch für Apotheker, Ärzte, Toxikologen und Biologen (Gebundene Ausgabe) von Dietrich Frohne (Autor), Hans Jürgen Pfänder (Autor)

Kurzbeschreibung
Nach Arzneimitteln und Haushaltschemikalien nehmen Pflanzen oder Pflanzenteile bei Kindern den dritten Platz in der Statistiken der Giftinformationszentralen ein. Jedoch erst nach sicherer Identifizierung der betreffenden Pflanzen und richtiger Abschatzung ihrer „Giftigkeit“ können wirksame Gegenmaßnahmen getroffen oder aber überflüssige therapeutische Eingriffe vermieden werden. Seit ihrem ersten Erscheinen im Jahre 1982 sind die „Giftpflanzen“ für Apotheker, Ärzte, Toxikologen und Biologen zum unverzichtbaren Handbuch auf wissenschaftlicher Basis geworden. Neben Farbabbildungen von vermeintlich oder tatsächlich für Menschen und Tiere giftigen Pflanzen, werden Pflanzenbeschreibungen, eine Fruchtbestimmungstabelle, Blattmerkmale, Baumsilhouetten sowie mikroskopische Merkmale zur Identifizierung herangezogen.

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Filed Under: Gesundheit, Haltung

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