Milben

Posted by on Oktober 11, 2010

Milben (Otodectes cynotis)

Bei den Erkrankungen des äußeren Gehörganges ist an erster Stelle der Befall mit Ohrmilben zu nennen. Zuerst werden leichte Rötung, Schwellung und Juckreiz beobachtet, im weiteren Verlauf sammeln sich dunkelbraune, wachsartige Krusten an, die ihn wie ein dicker Pfropf den Gehörgang verlegen können, und es kann zu Komplikationen durch Sekundärinfektionen kommen. Die Milben können mit einem speziellen Instrument, das vom Tierarzt in dem Gehörgang eingeführt wird (dem sogenannten Otoskop), nachgewiesen werden, manchmal jedoch auch bereits mit bloßem Auge. Die Milben sind leicht zu sehen, durch das Licht krabbeln sie aus dem Ohrschmalz und bewegen sich. Darüberhinaus ist die braune Farbe des Ohrsekrets typisch für die „Otitis externa parasitaria“; außerdem riechen die Ohren eigenartig. Besonders häufig sind ganz junge Kätzchen davon betroffen. Da diese Erkrankung sehr ansteckend ist, sollte sofort eine Behandlung eingeleitet werden. Die Therapie mit antiparasitären Präparaten, die nach vor jähriger Reinigung in den Gehörgang eingebracht werden, sollte mindestens 21 bis 28 Tage lang (manchmal auch mehrere Monate) regelmäßig durchgeführt werden, denn die Gefahr einer Reinfektion ist nicht zu unterschätzen. Es kann auch passieren, daß die Milben in das Fell bis über den Rücken auswandern und von dort aus wieder in das Ohr gelangen können. Deshalb sollte gleichzeitig eine Ganzkörperbehandlung mit einem Kontaktinsektizid erfolgen. Aufgrund des starken Juckreizes kratzen sich die betroffenen Tiere ständig und schütteln den Kopf, was tiefe Kratzspuren und einem Bluterguß, ein sogenanntes Othämatom, zur Folge habend kann.

Symptome:
Jucken, braune Farbe des Ohrsekrets, Geruch

Behandlung:

Der Tierarzt verschreibt ein flüßiges Antibiotikum, das in die Ohren gegeben wird, z.B. Surolan.
ACHTUNG: Verwenden Sie keine Wattestäbchen, das kann zu Ohrenentzündung führen!
Ist die Haut ebenfalls von Milben befallen, hilft oft ein Flohmittel.


Literatur:

  • Ohrkrankheiten bei Hund und Katze: Grundlagen – Diagnostik – Behandlung / Agnes J. Delauche (Autor), Joseph Harari (Autor), Richard G. Harvey (Autor)
  • Kurzbeschreibung
    Die Inspektion des Ohres und die Behandlung von Ohrkrankheiten bei Hund und Katze machen einen großen Teil des Zeitaufwandes in der Kleintierpraxis aus. Ziel des Buches ist daher, praktizierende Tierärzte und angehende Veterinärmediziner umfassend über Struktur, Funktion, internistische und chirurgische Behandlung des Ohres zu informieren, von der Infektion durch Otodectes cynotis bis zur erworbenen Leitungstaubheit.
    Um dem Tierarzt bei der schnellen und präzisen Diagnostik sowie bei der Behandlung der Ohrkrankheiten eine praktische Hilfestellung zu geben, ist die Konzeption dieses Buches problemorientiert. Zusätzlich werden klare Richtlinien zur Anwendung und Begrenzung verschiedener diagnostischer Maßnahmen vorgegeben. Detaillierte Schilderungen chirurgischer Techniken, verbunden mit einer klaren fotografischen Illustration des Vorgehens, sollen den Kliniker vor Fehlern bewahren. Neurologische Untersuchungen bei Krankheiten des Vestibulums, bei Fazialisparese und Taubheit werden bes chrieben und relevante Differenzialdiagnosen diskutiert. Die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung der Ohrkrankheiten von Hund und Katze


    *sämtliche Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit

    Ohrerkrankungen

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  • Milben – Otodectes cynotis
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