Giftige Zimmerpflanzen

Posted by on Mai 26, 2010

Tiere haben Pflanzen oft „zum Fressen gerne“. Jedoch können einige Zimmer- und Freilandpflanzen bei Katzen, die ihren Hunger daran stillen oder sie aus reiner Neugier, Spieltrieb oder Langeweile anknabbern, zu erheblichen gesundheitlichen Problmem, bis hin zu schweren Vergiftungserscheinungen führen.

Die wichtigsten Pflanzen bei denen Vorsicht geboten sind nachfolgend gelistet. Die Liste beschränkt sich auf Planzen mit einem Toxizitätsgrad ’stark‘ (++) bis ’sehr stark‘ giftig (+++) entsprechend der Klassifizierung des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie in Zürich. Die Liste der hier aufgeführten Giftpflanzen für Katzn ist sicherlich nicht vollständig, beinhaltet aber die wichtigsten unter ihnen. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information kann keine Gewähr gegeben werden.

Zimmerpflanzen (botanische Name) Toxizitätsgrad Wirkung
Dieffenbachie Dieffenbachie (Dieffenbachia) +++ Bei Berührung öffnen sich sogenannte Schießzellen, welche die Nadeln herausschießen. Die Calciumoxalatnadeln haben ähnlich wie der Giftzahn einer Schlange Rinnen, in denen sowohl lösliche Oxalate als auch andere Stoffe in die entstehende feine Wunde, vor allem in der Mund- und Rachenschleimhaut, eindringen können; starke Reizung des Mauls, Hals, Magen und Darm. Schluckbeschwerden, Atemnot, Verlust der Stimme; auch kommt schon mal blutiger Durchfall vor.
Kolbenfaden Kolbenfaden (Aglaeonema commutatum/modestum) +++ Calciumoxalatnadeln, die in der Mund- und Rachenschleimhaut eindringen und zu Brennen und Verletzungen führen. Die Symptome sind Erbrechen und Durchfall, Speichelfluss, Krämpfe, Blutungen am Zahnfleisch, Magen, Darm und Uterus, Herzrhythmusstörungen. Auch kann es bei hohen Dosen zu Leber- und Nierenschäden kommen.
Prachtlilie Prachtlilie/Ruhmeskrone (Gloriosa superba) ++ Vergiftungssymptome sind Nahrungsverweigerung, Magen- Darmbeschwerden, Erbrechen, Speichelfluß, Koliken und blutiger Durchfall. Es kommt weiterhin zu Kreislaufstörungen und zu Lähmungen. Der Tod tritt bei entsprechend starker Vergiftung nach 1 – 3 Tagen durch Atemlähmung ein. Die neurologische Wirkung ist initial erregend und dann lähmend.
Ritterstern Ritterstern; Amaryllis (Hippeastrum sp.) ++ Lokal entzündungserregend, nach Resorption zentralnervöse Störungen auslösend, cholinerge Wirkung.Die Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit und Erbrechen, erhöhter Speichelfluß, Benommenheit und Durchfall. Es kann auch zur Schädigung der Nieren sowie zu Lähmungen und Herzrhythmusstörungen kommen. Kann Kontaktdermatitis auslösen.

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Giftige Pflanzen für Klein- und Heimtiere: Pflanze erkennen – Gift benennen – Richtig therapieren (Broschiert)
von J. R. Kupper (Autor), D. C. Demuth (Autor)

Kurzbeschreibung
Tiere haben Pflanzen oft „zum Fressen gerne“. Das kann zu schweren Vergiftungen führen. Nur eine schnelle Pflanzenbestimmung führt zur richtigen Diagnose und Therapie. Mit Hilfe dieses Kleintier Praxisbuches findet der Tierarzt ohne Umwege die Giftpflanze und entsprechende Therapie zur Behandlung der Vergiftung.
Ein sehr ausführlicher Farbatlas ermöglicht die Bestimmung der gefressenen Pflanze durch den Besitzer u./o. Tierarzt. Detaillierte Beschreibung der Toxine, ihrer Symptome und Nachweismöglichkeiten bzw. Gegenmittel. Gibt es kein Gegenmittel, so zeigt das Buch, welche notwendige Therapie einzuleiten ist. Praxisrelevante Tabellen (Gifte, Symptome, Wirkung, Leitsymptome, Giftgruppen und Gifte, Gifte nach Schlagworten) unterstützen den Tierarzt.

Giftpflanzen: Ein Handbuch für Apotheker, Ärzte, Toxikologen und Biologen (Gebundene Ausgabe) von Dietrich Frohne (Autor), Hans Jürgen Pfänder (Autor)

Kurzbeschreibung
Nach Arzneimitteln und Haushaltschemikalien nehmen Pflanzen oder Pflanzenteile bei Kindern den dritten Platz in der Statistiken der Giftinformationszentralen ein. Jedoch erst nach sicherer Identifizierung der betreffenden Pflanzen und richtiger Abschatzung ihrer „Giftigkeit“ können wirksame Gegenmaßnahmen getroffen oder aber überflüssige therapeutische Eingriffe vermieden werden. Seit ihrem ersten Erscheinen im Jahre 1982 sind die „Giftpflanzen“ für Apotheker, Ärzte, Toxikologen und Biologen zum unverzichtbaren Handbuch auf wissenschaftlicher Basis geworden. Neben Farbabbildungen von vermeintlich oder tatsächlich für Menschen und Tiere giftigen Pflanzen, werden Pflanzenbeschreibungen, eine Fruchtbestimmungstabelle, Blattmerkmale, Baumsilhouetten sowie mikroskopische Merkmale zur Identifizierung herangezogen.

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Filed Under: Gesundheit, Haltung

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