Katzensprache

Posted by on Oktober 17, 2010

Die Sprache der Katze
Katzen sind ziemlich gut darin, Ihnen mit einer Mischung aus Lauten, Gesten und Signalen aus Mimik und Körpersprache mitzuteilen was sie wollen.

Die Lautsprache

Katzen mauzen nicht einfach so und erst recht nicht alle gleich. Der Verhaltensforscher und Tierarzt Dr. Michael W. Fox hat festgestellt, dass sie 16 verschiedene Lautmuster haben, wie zum Beispiel Plauderlaute, Ruftöne und Erregungslaute. Wenn die Katze einen Wunsch hat, macht sie das unmissverständlich klar: Ich habe Hunger, ich will raus, ich will auf den Schoß.

  • Miau: „Ich brauche…“ …Zuwendung, Futter oder jemanden, der die Tür öffnet.
  • Gurrlaute: Entspanntes Geplauder, Begrüßung.
  • Schnurren: „Alles in Ordnung“, „Ich bin friedlich“ oder „Ich mache mir Mut.“
  • Fauchen: „Hau ab, ich bin giftig.“ Knurren: „Gleich gibt’s Prügel!“

Gurrlaute und Miauen: Katzen begrüssen sich nicht nur mit freundlichen Gurrlauten, sondern es ist auch der sogenannte „small talk“ der Katzen untereinander. Dieses entspricht unserem Hallo, wie geht es Dir. Ein ängstlicher Artgenosse wird ermutigt, aus seinem Versteck sich herauszuwagen. Auch ein freundliches und aufforderes Mau, fordert Sie zu einem Gespräch auf. Manchmal verwechselt ihre Katze ihr Telefongespräch und meint sie sprechen mit ihr. Ein kräftiges und lautes Miauen weißt auf Unzufriedenheit hin. Vielleicht hat sie noch kein Futter, oder sie möchte endlich raus. Es ist aber auch ein Hinweis, dass sie Aufmerksamkeit haben will. Miaus sind fast nie an andere Katzen gerichtet, sondern immer an Menschen. Also hören Sie zu, Sie sind gemeint!

Schnurren: Schnurren ist zwar normalerweise ein Zeichen von Zufriedenheit und Wohlbehagen, bedeutet aber nicht immer Glücklichsein. Katzen schnurren bei jeder Begegnung um zu zeigen, dass sie friedlich gesonnen sind. Katzenmütter schnurren beim Säugen der Welpen. Katzenjunge schnurren auch beim Saugen, um der Katzenmama zu sagen, es geht mir gut und es schmeckt. Einige meiner Lieblinge schnurren selbst beim Fressen. Wenn sie ältere Katzen oder uns auffordern zum Spielen, schnurren sie. Aber auch wenn ihr Liebling krank ist, schnurrt dieser. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass der Heilungsprozess durch die Vibrationen beim Schnurren beschleunigt wird.

Fauchen und Knurren: Mit verzogenem Gesicht, oft mit seitwärts gerichteten Ohren, und gekrauster Nase verbunden, bedeutet Feindseligkeit. Aber sie drückt auch damit aus, dass sie ihre Ruhe haben will. Seien Sie oder Feinde gewarnt, wenn sich das Maul jetzt weit öffnet und die Ohren eng am Kopf anliegen, folgt unmittelbar der Angriff. Wenn wir darauf nicht reagieren steigern Katzen ihre Warnung durch Spucken. Katzen fauchen ihre Jungen an, wenn sie gefährlichen Unsinn treiben. Eine andere Form nennt man „Schreckfauchen oder Angstfauchen“. Schreckfauchen ist mit gesträubtem Fell verbunden und ist eine Abwehrreaktion. Wenn die Katze sich bedrängt fühlt oder ihr aus Versehen Schmerzen zugefügt wird, steigert sich das Fauchen in Gekreische.
Ein Knurren ist eine letzte Warnung, bevor der Angriff und die Prügel erfolgen, man unterscheidet zwischen dem ersten Drohen und dem Drohknurren, auch erkennbar an der Ohrenstellung. Katzen knurren und fauchen häufig aus Angst . Oder die Mutterkatze warnt ihre Welpen vor Gefahr z.B. vor Hunden. Katzen knurren auch, wenn ein ihnen fremder oder unsympathischer Mensch sich nähert. Nehmen Sie diese Warnung ernst, sonst setzt es mehr als ein paar Pfotenhiebe.

Die Sprache der Augen

  • Anstarren: Mit verengten Pupillen Angriffs-, mit geweiteten Abwehrdrohung.
  • Blinzeln: Kontaktaufnahme, Beschwichtigung, entspricht unserem Lächeln.

Blinzeln: Manchmal spüren wir, dass wir beobachtet werden und wenn Sie die Richtung blicken, stellen Sie fest, dass Ihre Katze Sie mit starrem Blick fixiert. Was er damit ausdrücken will, müssen Sie selbst herausfinden. Mit den Augen spricht unsere Katze. Wie in der gesamten Katzenwelt bedeutet ein Blinzeln, dasselbe, wie unser Lächeln. Wenn sie zurücklächeln, oder auch die Augen zukneifen, ist das der Beginn einer langen, intensiven Freundschaft. Meine Stubentiger blinzeln oft, wenn ich ihren Namen rufe und mich mit ihnen unterhalte. Ich beschäftige mich in meiner Freizeit viel mit Problemtiere, die viele böse Erfahrungen hinter sich haben und wenn dann das erste Augenzwinkeln erfolgt, weiß ich, dass dieser Stubentiger wieder Vertrauen zu uns Menschen aufbaut.

Die Ohrstellung

  • Nach vorn: „Ich bin gut drauf.“
  • Seitwärts spielend: „Irgendwas stimmt hier nicht.“
  • Rückseite nach vorn: „Jetzt werd ich aber sauer!”
  • Nach hinten eingeknickt: „Hau ich zu? Oder hau ich lieber ab?“
  • Flach angelegt: „Jetzt wehre ich mich.“

Ohrenstellung: Katzen besitzen – im Gegensatz zu Menschen – sehr ausdrucksstarke Ohren. An der Stellung der Ohren kann die Stimmung abgelesen werden. Die fünf typische Ohrsignale sind:

1) Leicht nach vorne gerichtete Ohren bedeuten Aufmerksamkeit, Spannung, Interesse und noch ein Zeichen von Wohlbefinden.

2) Wenn die Ohren sich spitz aufrichten und mit den Öffnungen direkt nach vorn gedreht, zeigt die Katze Interesse, Wachsamkeit, Konzentration auf ein Detail in der Umgebebung. Die einzige Variation erfolgt, wenn plötzlich ein anderes Geräusch seitlich von der Katze laut wird. In diesem Fall kann es passieren, dass ein Ohr sich kurz in diese Richtung dreht, ohne dass die Katze jedoch einen Blick zur Seite riskiert.

3) Ein erstes Spitzen der Ohren deutet auf eine Beunruhigung hin.

4) Nach hinten angelegte Ohren sind eine erste Warnung. Eine defensiv gestimmt Katze zeigt völlig flach anliegende Ohren. Sie werden fest an den Kopf gepresst, als wollte die Katze sie dadurch vor etwaigen Angriffen schützen.

5) Geduckte Körperhaltung mit angelegten Ohren und gesträubtem Fell zeugen von Angst und Fluchtbereitschaft,kann aber auch eine Angriffsdrohung sein. Bei einer aggressiven Katze sind die Ohren halb nach vorn gespitzt und halb nach hinten gelegt. Das ist das gefährlichste Ohrsignal, das eine Katze überhaupt übermitteln kann. Eine Ohrstellung, die anzeigt, dass das Tier zu allem bereit ist. Auf diese Weise befinden sich die Ohren der angriffsbereiten Katze in einer Stellung, die es ihr jederzeit erlaubt, sie rasch anzulegen, sollte der Gegner zum Kampf antreten.

Die Signale des Schwanzes

Mit dem Schwanz können Katzen viele Botschaften übermitteln. Jede Bewegung oder Stellung des Schwanzes gibt Auskunft über das emotionale Befinden der Katze.

  • Hochgereckt: „Hallo, schön dich zu sehen“ oder auch „Komm doch mal mit“.
  • Wedeln: Je nach Intensität Spannung, Erregung, Ärger.
  • Aufgeplustert: Erschrecken, zusammen mit Katzenbuckel Imponier-Drohung.

Schwanzwedeln: Mit dem Schwanz wedelt eine Katze vor Aufregung, aber auch, um Angriffsbereitschaft zu signalisieren.

1. Wenn der Schwanz in einer sanften Kurve nach unten und an der Spitze wieder nach oben weist: ist die Katze entspannt und beruhigt.

2. Wenn der Schwanz in einer sanften Kurve leicht nach oben weist: hat die Katze an etwas Interesse gefunden.

3. Ist der Schwanz hoch erhoben – aber die Spitze umgekippt: ist die Katze sehr interessiert und befindet sich in freundlicher Begrüßungsstimmung, allerdings mit leichtem Vorbehalt; sie will uns vielleicht etwas Interessantes zeigen.

4. Ist der Schwanz hoch erhoben und die Spitze weist senkrecht nach oben, und zittert in seiner ganzen Länge: ist das ein Zeichen freudiger/aufgeregter Begrüßung. Bei erwachsenen Katzen ist diese Haltung ein Überrest jener Schwanzstellung, mit der Jungkatzen ihre Mutter begrüßen.

5. Ist der Schwanz ganz nach unten gesenkt, möglicherweise sogar zwischen die Hinterbeine gezogen: ist das ein Signal einer besiegten oder sich unterwerfenden Katze.

6. Ist der Schwanz gesenkt und aufgeplustert: bringt das starke Furcht zum Ausdruck

7. Ist der Schwanz waagrecht ausgestreckt und voll aufgeplustert: ist das ein untrüglicher Hinweis auf Aggressivität.

8. Beschreibt der Schwanz einen aufwärts gerichteten Bogen und ist aufgeplustert: ist dies die Schwanzhaltung einer defensiven Katze, die aber zur Attacke übergehen kann, wenn sie weiter provoziert wird.

09. Bewegt sich der Schwanz ansonsten nicht, nur die Spitze fährt hin und her: zeigt das eine geringfügige Erregung an.

10. Wenn sich die Bewegung der Schwanzspitze zu einem ruckartiges Schwanzwedeln verstärkt, so ist das ein Anzeichen von aufkommender Ärger, Unsicherheit, oder ist oft beim Lauern auf Beute zu beobachten: Es kann auch ein Hinweis darauf sein, dass ein Schlag mit der Pfote der schlecht gelaunten Katze bevorsteht.

11. Peitscht der Schwanz heftig von einer Seite zur anderen: zeugt das von außerordentlicher Aggressivität. Im allgemeinen bedeutet das, dass ein Angriff unmittelbar bevorstehen.

Der Schwanz
Zuckender Schwanz. Dies bedeutet im Allgemeinen, dass die Katze aufgeregt ist, weil sie etwas sieht, zum Beispiel ein Eichhörnchen draußen vor dem Fenster. Es kann jedoch auch Raubtier- oder Revierverhalten bedeuten, das zu Aggressionen führen kann. Wenn dies der Fall ist, lassen Sie die Katze in Ruhe, bis sie sich wieder beruhigt hat.
Eingeklemmter Schwanz. Dies weist meistens auf eine ängstliche Katze hin. Das gilt insbesondere wenn es mit angelegten Ohren, erweiterten Pupillen und Knurren einhergeht. Eine verängstigte Katze kann kratzen oder beißen. Lassen Sie sie lieber in Ruhe.
Wedelnder Schwanz. Weitläufige Wedelbewegungen mit dem Schwanz drücken Verärgerung aus, kleinere Bewegungen zeigen Aufregung und Neugier.
Zitternder Schwanz. Viele glauben, dass dies der größte Liebesbeweis ist, den eine Katze zeigen kann. Katzen reservieren dieses Verhalten meistens für ihre Lieblingsperson.

So sagt es die Katze:
Darüber hinaus steht ihr eine ausdrucksvolle Körpersprache zur Verfügung, die es kinderleicht macht, sich mit ihr zu verständigen.

„Hallo, guten Tag.“
Menschen geben sich zur Begrüßung die Hand. Katzen versuchen, Kopfkontakt herzustellen.

„Hallo, guten Abend!“
Wenn Sie zum Beispiel aus dem Büro kommen: Die Katze streicht schnurrend um Ihre Beine, „markiert“ Sie mit ihrem Duft als ihr Wesen. Oft will sie auf diese Weise auch „gut Wetter machen“, damit ihr endlich das Futter vorgesetzt wird.

„Spiel mit mir.“
Die Katze kommt, legt Ihnen ein Spielzeug vor die Füße und stupst Sie mit Pfote oder Kopf an.

„Komm mir bloß nicht zu nahe!“
Anheben der Pfote. Augen sind verengt. Die Katze beobachtet in geduckter Haltung, die Ohren hat sie flach zurückgelegt oder seitlich weggedrückt. Der Schwanz bewegt sich unruhig hin und her.

„Ich will bei dir sein, bin müde und vertraue dir.“
Die Katze legt sich zu Ihnen, zeigt Ihnen aber Rücken und Hinterteil.

„Ich bin die Größte. Versuch bloß nicht, mir was vorzumachen.“
Imponiergehabe drückt sich im gesträubten Fell aus, sie macht einen Buckel, um größer zu erscheinen. Übrigens genau das Gegenteil von dem, was wir irrtümlicherweise unter „katzbuckeln“ verstehen.

„Ich bin schrecklich verärgert. Draußen war ein unfreundliches Tier.“
Ob es ein bellender Hund oder eine fremde Katze war – bei Aufregung peitscht der Schwanz und wird buschig. Im extremen Fall das gesamte Fell.

„Ich mag dich.“
Die Katze versetzt Ihnen einen Stups mit der Nase, einen so genannten „Nasenkuss“, sie leckt und knabbert vorsichtig an der Hand.

„Oh, peinlich!“
Die Katze hat was ausgefressen, sie kriegt eine Strafpredigt, die ihr schrecklich unangenehm
ist. Die Reaktion: Sie fängt an, sich hektisch zu putzen – ein verlegenes Ablenkungsmanöver.

„Ich genieße gerade und möchte dösen.“
Die Ohren sind entspannt, die Augen halb geschlossen.

Köpfchen geben
.. ist eine Begrüßungsgebärde der Katzen untereinander. Wenn sie nach Abwesentheit wieder nach Hause kommen, wird ihr Stubentiger sie durch Köpfchen geben, begrüssen. Dazu gehört der steil aufgerichtete Schwanz. Die Katze erwartet jetzt, dass sie sie streicheln. Oft reiben Katzen den Kopf noch zusätzlich an ihnen oder der Mitkatze und zeigt damit, dass Sie ihr Ein und Alles sind.

Nasenbegrüßung
Nase reiben gehört auch zu den Begrüßungsritualien, wie unser Händeschütteln. Katzen, die sich untereinander kennen begrüssen sich indem sie die Nasen aneinander reiben. Wenn Sie so begrüßt werden und Ihr Tiger anschließend Ihnen das Hinterteil zuwendet, zeigt das Sie geliebt werden.

Treteln
..wird auch Milchtritt genannt. Die Katze trampelt mit den Vorderpfoten (Katzenbabies machen es, um den Milchfluss anzuregen) meist auf dem Bauch ihres Menschen herum. Dabei schnurrt sie und fährt die Krallen aus und ein. Es ist damit ein Zeichen äußerstem Wohlbehagens.

Erinnerung an Kinderzeiten: Manchmal spricht die Katze auch in einer Körper-Baby-Sprache. Das Treteln zum Beispiel ist eine typische Bewegung, die kleine Katzen machen, wenn Sie an der Zitze der Mutter saugen und den Milchfluss anregen wollen. Bei vielen Katzen bleibt diese Eigenschaft ein ganzes Leben lang erhalten. Auch schon längst erwachsene Katzen verfallen immer wieder ins Treteln, wenn sie sich auf den Schoß eines geliebten Menschen setzen. Manche Katzen können es gar nicht lassen und verbinden das Treteln mit einem Nuckeln, vorwiegend an der Kleidung. Eine tretelnde Katze ist entspannt und fühlt sich rundum wohl.

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Keckern
Rasches und helles Keckern, das wie ein Schnattern klingt, mit geöffnetem Maul ist ein Zeichen von äußerstem Jagdeifer, dabei ist der Katze bewusst, dass die Beute nicht erreichbar ist. Der Vogel ist zu hoch, oder sie sitzt vor der geschlossenen Fensterscheibe.

Gähnen und Räkeln
Nach einem ausgiebigen Schlaf erwacht unsere Samtpfote mit einem herzhaften Gähnen und streckt und räkelt sich, um ihre Muskulatur zu entspannen und auf Vordermann zu bringen. Aber auch um zu zeigen, dass man freundlich gestimmt ist, gähnen sich Katzen an.

Pfote heben
..ist auch eine Warnung. Wenn Du mich nicht in Frieden läßt, schlage ich gleich zu. Ganz anders sieht es aus, wenn ihr Liebling sie mit der Pfote berührt und so ihre Aufmerksamkeit haben will. Oder die Pfote schüttelt, als ob er sagen will, was ist das wieder für ein ekeliges Zeug.

Körpersprache
Früher wurde das Sozialverhalten der Katzen unterschätzt.
Aber Katzen drücken mit ihrer Körperhaltung nicht nur aus, ob sie sich wohlfühlen, sondern auch wie sie zu anderen Katzen stehen. Langes und ausgiebiges Putzen zeigt, dass ihre Katze ausgeglichen ist. Auch wenn ihre Katze mit unter dem Körper geschlagenen Vorderpfoten, Müffhaltung, und halb geschlossenen Augen döst, fühlt sie sich wohl. Jetzt sind auch die Ohren schlaff und entspannt. Nach dem Schlafen reckt und streckt sich die Katze und macht den Katzenbuckel, ein sichtbares Zeichen von Ruhe und Behaglichkeit. Aber ein Katzenbuckel, verbunden mit gekraustem Fell, Mundwinkel nach hinten gezogen und steil nach aussen gerichteten Ohren, macht jede Katze grösser und der „Feind“ nimmt Reißaus. Der dick gesträubte Schwanz und Fell, oft mit einem Miauen, dass wie Weinen klingt, bedeutet, dass ihre Katze Angst hat. Dagegen, wenn die Haare nur an Rückenmittellinie gesträubt sind droht sie und zeigt Angriffsbereitschaft. Der gestreckter Rumpf kann Selbstsicherheit sein oder auf Angriffsbereitschaft hinweisen. Auch an den Augen erkennt man den Zustand ihres Lieblinges. So deuten verengte Pupillen auf Spannung, erhöhtes Interesse oder auf eine aggressive Drohung hin. Dagegen bedeuten erweiterte Pupillen Überraschung, Angst oder eine Abwehrbereitschaft.

Katergesang
Um zu zeigen, wer der Herr im Revier ist, „singen“ Kater ihren Nebenbuhler an. Dieser Gesang wird von lautem Knurren unterbrochen. Es kann allerdings auch für seine Freundin bedeuten, schau, wie stark und schön ich bin.

Flehmen
Oft sitzen Katzen mit erhobenen Kopf, leicht geöffnetem Maul, gerümpfter Nase da wobei sie wie hypnotisiert zu sein aussehen, gewegen die Oberlippe schnell hin und her und der Blick starr wird oder aber die Augen halb geschlossen sind. Sie nehmen so die hochintressanten Gerüche der Umgebung, angefangen von einem tollen Sexualpartner bzw. dessen Duftstoffe (Pheromone) bis hin zum Uringeruch einer revierfremden Katze, wahr.

Katzenbuckel
Mit durch gestreckten Beinen und Körper wirkt unser Stubentiger größer und kann so schon durch sein Erscheinungsbild, Gegner in die Flucht schlagen. Um diese Körperhaltung noch zu verstärken, ist das Fell leicht gesträubt. Wenn aber die Vorderbeine nach vorne ausgerichtet sind, ist ihr Liebling unsicher und zur Flucht bereit. Aber auch um die streichelnde Hand in vollen Zügen zu genießen, machen einen Katzen einen Buckel. Dieses steigert sich meist soweit, dass ihr Liebling der Hand entgegen springt.

Spiel mit der Katze
Um im späteren Leben als Katze überleben zu können, trainieren schon Welpen das Jagen spielerisch. aber auch für ausgewachsene Katzen ist das tägliche Spiel nicht nur ein Zeitvertreib, sondern sie behalten und vervollständigen so ihren natürlichen Jagd- und Beutetrieb. Jede Katze braucht das Spielen mit dem Mensch oder mit einem Artgenossen. Nehmen Sie sich also jeden Tag die Zeit, um mit Ihrer Katze zu spielen.

Ballspiele
Katzen lieben Bälle. Angefangen von Murmeln über Tischtennisbälle bis hin zu Flumies lässt sich die Aufzählung fortführen, einfach gesagt, Katzen lieben es den Ball hin- und herzurollen, besser als mancher Fußballspieler. Meine Katzen lieben insbesondere die Kugel der Computermaus, die ich auf sie zuschiebe und sie kullern diese zurück oder jagen hinter der Kugel hinterher.

Beutespiele
..sind, wenn sie einen Bindfaden vor der Katze ruckartig hin- und herbewegen oder am Bindfaden einen Gegenstand befestigen und von der Katze fangen lassen. Aber auch Federn oder kleine Zweige eignen sich um in ihrer Katze das Jagdfieber zu wecken. Sie begeistern ihren Liebling, wenn sie was Spielzeug unter einer Decke oder Karton hin- und herbewegen.

Jagdspiele
Mit dem Lichtkegel der Taschenlampe animieren sie ihre Katze, der „Beute“ nachzujagen. Auch ein einfacher um gestülpter Pappkarton, in dem sich ihr Liebling verstecken kann, um bei Bedarf einer Mitkatze entgegenzustürzen, oder die Jagd aufzunehmen, genügt, ihren Liebling zu begeistern.

Versteckspiele
Von Natur aus lieben Katzen es sich zu verstecken. So genügt ein einfacher Karton, in den einige Löcher geschnitten worden sind, um rein und herauskrabbeln zu können. Auch eine geöffnete Schublade eignet sich für Spiele. Wenn sie dann noch einen Bindfaden oder einem anderes Spielzeug vor einer Öffnung hin- und herbewegen, ist ihre Katze voll auf begeistert.

Beobachtungen
Beobachten Sie einmal wie ihre Katze der Beute auflauert. Tief am Boden gekauert mit heftig hin und her vor Aufregung peitschenden Schwanz, vibriert das gesamte Hinterteil, als ob eine Gummifeder aufgezogen wird – erst dann erfolgt der gewaltige finale Sprung.
Wenn meine Katze Pünktchen kacken muss, stellt sie sich nur mit den Hinterläufen in das große Katzenklo, stützt sich mit einer Vorderpfote am Klorand ab, die andere Pfote am Bauch angelegt, so dass sie aufrecht breitbeinig stehend ihr Geschäft verrichten kann.
Beim Spielen mit einer Angel springt ihr Stubentiger mit den Vorderpfoten auf das Objekt der Begierde zu und reißt in Erwartung der Beute gleichzeitig Maul weit auf.
Unsere geliebte Samtpfote geobachtet nicht nur genau uns, sondern erkennt sogar an dem Blickwinkel unserer Augen welchen Artikel wir in der Tageszeitung lesen und damit wir uns nicht unnötig über die Schrecklichkeiten der Welt aufregen müssen, legt sie sich genau aus diesen Artikel, oder sie schleicht sich vorsichtig heran und zerfetzt mit ihren Krallen die Lektüre.
Wie bin ich eigentlich nur auf diesen Drachen gekommen? Im Tierheim hat er doch so herzergreifend gemaunzt und nur liebevoll geschnurrt. Doch inzwischen ist er hier zu Hause und jeder muss spuren. Angefangen von dem nur ihm gehörendem Schlafplatz über das bevorzugte Futter und wehe man hat nicht erkannt, dass heute Geflügel nicht angesagt ist, dann wird nur kurz geschnuppert, mit der Pfote gescharrt, als ob es, wie die Ausscheidungen vergraben werden muss und dann wird sich beleidigt maunzend abgewendet. Ach ja, das darf man auch nicht falsch machen Trink- und Futternapf sind zentimetergenau zu Platzieren. – Vom Klo ganz zu schweigen. Wo ist nur der Liebe kleine verschmuste Kater geblieben.

Wenn die Körpersprache und das Verhalten nichts Gutes verheißt

Gelegentlich weist die Körpersprache einer Katze auf Krankheiten oder Leiden hin. Bringen Sie Ihre Katze zum Tierarzt, wenn folgende Probleme auftreten:

  • Sie weigert sich zu fressen.
  • Sie zieht sich aus dem Familienleben zurück und beschäftigt sich nur mit sich selbst.
  • Sie pflegt sich nicht mehr, ihr Fell wird struppig und stumpf.
  • Sie niest häufig.
  • Sie kratzt häufig an Gegenständen.
  • Sie hat Schwierigkeiten beim Urinieren.
  • Sie hat Atemprobleme.

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