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Angeborene Taubheit

Posted by on Oktober 11, 2010  |  No Comments

Kongenitale Taubheit (angeborene Taubheit)

Symptome:

Die Taubheit tritt bei weißen Katzen sehr gehäuft in Verbindung mit blauen Augen auf. Aber auch odd-eyed Katzen können taub sein, nämlich auf der Seite, wo sich das blaue Auge befindet.
Die Katze kann schwerhörig oder taub sein, wobei die Taubheit auch nur auf einem Ohr auftreten kann.
Die Untersuchung von George Strain an 256 Katzen hat gezeigt, dass bei 12% der weißen Katzen die Taubheit unilateral auftritt, und bei 38% der weißen Katzen bilateral, also zusammen 50%: bei weißen Katzen ohne blaue Augen trat die Taubheit bei 17% der Katzen auf, bei weißen Katzen mit einem blauen Auge trat sie bei 40% auf und bei weißen Katzen mit zwei blauen Augen trat die Taubheit bei 85% der Katzen auf.



Ursachen:

Corti-Organ (Innenohr, in der Schnecke = Cochlea))

Am äußeren Rand des Schneckenganges (Scala media) befindet sich die Stria vascularis, die die Endolymphe produziert, die K+-Ionen enthält. Diese sind erforderlich, damit die Schallübertragung der Haarzellen funktionieren kann.
Bei der angeborenen, vererbten Taubheit ist diese Stria verkümmert, was den Verlust der Haarzellen zur Folge hat, und damit den Verlust der Fähigkeit zu hören. Untersuchungen des Gewebes der Stria haben gezeigt, dass die Melanozyten (Pigmentzellen) fehlen, deren Entwicklung bei weißen Katzen nach der Geburt unterdrückt wird. Das Hörvermögen entwickelt sich bis zur 3. Woche, danach beginnt bei der Taubheit der rapide Verlust der Haarzellen.

Behandlung:

Keine.
Getestet wird die Taubheit mit dem BAER-Test (brain stem auditory evoked response).

Betroffene Rassen:
Alle weißen Katzen aller Rassen, hauptsächlich mit blauen Augen oder odd-eyed.


Literatur:

  • Congenital Deafness and Its Recognition, (Englisch) George M. Strain, Ph.D.
  • Vererbung der Prädisposition für Taubheit und Augenfarbe bei weissen Katzen (Deutsch) Caroline Geigy
  • Ohrkrankheiten bei Hund und Katze: Grundlagen – Diagnostik – Behandlung / Agnes J. Delauche (Autor), Joseph Harari (Autor), Richard G. Harvey (Autor)
  • Kurzbeschreibung
    Die Inspektion des Ohres und die Behandlung von Ohrkrankheiten bei Hund und Katze machen einen großen Teil des Zeitaufwandes in der Kleintierpraxis aus. Ziel des Buches ist daher, praktizierende Tierärzte und angehende Veterinärmediziner umfassend über Struktur, Funktion, internistische und chirurgische Behandlung des Ohres zu informieren, von der Infektion durch Otodectes cynotis bis zur erworbenen Leitungstaubheit.
    Um dem Tierarzt bei der schnellen und präzisen Diagnostik sowie bei der Behandlung der Ohrkrankheiten eine praktische Hilfestellung zu geben, ist die Konzeption dieses Buches problemorientiert. Zusätzlich werden klare Richtlinien zur Anwendung und Begrenzung verschiedener diagnostischer Maßnahmen vorgegeben. Detaillierte Schilderungen chirurgischer Techniken, verbunden mit einer klaren fotografischen Illustration des Vorgehens, sollen den Kliniker vor Fehlern bewahren. Neurologische Untersuchungen bei Krankheiten des Vestibulums, bei Fazialisparese und Taubheit werden bes chrieben und relevante Differenzialdiagnosen diskutiert. Die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung der Ohrkrankheiten von Hund und Katze


    *sämtliche Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit


    Ohrerkrankungen

  • Außenohrentzündung – Otitis extena
  • Mittelohrentzündung – Otitis media
  • Innenohrentzündung – Otitis interna
  • Verletzungen
  • Milben – Otodectes cynotis
  • Hämatome
  • Sonnenbrand am Ohr – Solardermatitis
  • Hauterkankungen am Ohr – Ohrdermatitis
  • Kongenitale / angeborene Taubheit
  • Übersicht Krankheiten





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