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Der Kopf und die Zähne der Katze

Posted by on Oktober 3, 2010  |  No Comments

Der Kopf der Katze

Die Katze hat einen kurzen, nach vorne gerundeten Schädel. Der obere Teil des Schädels (Gesichtsschädel) setzt sich aus der Schädelhöhle, dem Stirnbein, dem Scheitelbein, dem Schläfenbein, dem Jochbein dem Nasenbein und den Oberkieferknochen zusammen.

Das Stirnbein grenzt an das Scheitelbein. Vom Stirnbein setzt sich das Nasenbein, welches am Oberkiefer endet. Der Oberkiefer besteht aus einem paarigen Hohlknochen. Die Oberkieferbeine bestehen aus einem mittleren, hohlen Teil mit einer Verbindung zur Nasenhöhle.

Das Jochbein ist deutlich seitlich ausgeprägt. Die Augen ruhen in den Augenhöhlen. Der Unterkiefer ist durch ein Gelenk mit dem Hirnschädel verbunden. Er besteht aus dem Unterkieferkörper, den Zahnfächern und dem Unterkieferrast mit Gelenk- und Muskelfortsatz auf beiden Seiten.

Um die Beute festzuhalten und zu zerteilen, besitzt die Katze ein Raubtiergebiss mit langen Eckzähnen, Reißzähne oder Fangzähnen und kräftige vordere Backenzähne.

Das Gebiss der Katze

Das vollständige Gebiss eines gesunden erwachsenen Tiers besteht aus 30 Zähnen (16 oben und 14 unten). Der Oberkiefer hat: 6 Schneidezähne, 2 Eckzähne, 8 Backenzähne (6 vordere Backenzähne und 2 hintere Backenzähne); der Unterkiefer hat: 6 Schneidezähne, 2 Eckzähne, 6 Backenzähne (4 vordere Backenzähne und 2 hintere Backenzähne). Der Unterkiefer hat somit einen Backenzahn weniger. Die Schneidezähne sind sehr klein und eng nebeneinanderliegend. Die Eckzähne sind spitz und haben eine gleichmäßig konische Form. Das Gebiss ist durch die stark entwickelten Eckzähne, die verkleinerten Schneidezähne und die funktionelle Anpassung der Backenzähne, deren vordere (Prämolare) dem Schneiden und die hinteren (Molare) dem Zerkleinern dienen, gekennzeichnet. Unter den Backenzähnen dient der letzte vordere Backenzahn oben (P3) und der einzige Backenzahn unten (M1) als Reißzahn. Das Gebiss der Katze ist auf das Zerteilen der Beute ausgerichtet und da die Katze ihren Unterkiefer kaum hin und her bewegen kann, muss sie beim Kauen den Kopf mal nach links und mal nach rechts drehen. Sie kann das Fleisch also nicht zermalmen, sondern nur zerkleinern und schlucken. Zur Unterstützung hat hier eine starke Kaumuskulatur. So wird das Gebiss einer Katze zu einem effektiven Werkzeug und ist gleichzeitig eine Waffe.

Wie der Hund bekommt jedoch auch die Katze zunächst ein Milchgebiss, dass nur 26 Zähne hat. Ab dem vierten Lebensmonat beginnt mit dem Ersatz der Schneide- und Reißzähne der Zahnwechsel. Etwa mit einem halben Jahr hat eine Katze ihr vollständiges Gebiss. Mit den nach innen gebogenen Reißzähnen (2) oder Eckzähnen fasst und tötet sie ihre Beute und mit seitlich gerichteten Kopf reißt sie die Fleischbrocken aus dem Beutetier. Eine Katzenmutter setzt sie allerdings auch ein, um ihre Jungen, die bei diesem Biss in eine Tragstarre fallen, in ein sicheres Versteck zu bringen. Die vorderen kräftigen Backenzähne (3) zerteilen das Fleisch mundgerecht um es nun herunterzuschlucken. Auch kleinere Knochen werden zermalmt. Da Hühnerknochen leicht splittern, lösen sie bitte die Knochen vom Hühnchen aus. Durch die aggressiven Magensäfte wird die Nahrung nun verdaut. Die winzigen Schneidezähne (1) im Ober- und Unterkiefer benutzt eine Katze nur um Fleischreste vom Knochen abzuschaben oder zur Fellpflege. Mit Geschick angelt sie sogar Flöhe aus ihrem Fell. Danach folgt im Unterkiefer links und rechts eine Zahnlücke und der letzte verkümmerte Backenzahn.

Gebiss der ausgewachsenen Katze
A obere Schneidezähne
B untere Schneidezähne
4+5 Eckzähne (obene und unten)
6-8 Prämolare (P2, P3, P4)
9 Molare (M1 oben)
10+11 Prömoare (P3)
12 Molare (M1 unten)
8+12 Reißzähne

Gaumen der Katze
2 Mundwinkel
3 Schneidezahnpapillen
4 Oberlippe

Das Gebiss der Katze bedarf keiner außergewöhnlichen Pflege – es wird einmal im Jahr beim Check-up vom Tierarzt untersucht. Eventuell wird bei dieser Gelegenheit Zahnstein entfernt, der sich bilden kann.

Zahngesundheit

  • Zahnstein
  • Zahnschmerzen
  • Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen (FORL)






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