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Chronischen Gingivitis/Stomatitis

Posted by on Oktober 14, 2010  |  No Comments

Chronischen Gingivitis/Stomatitis

Die chronische Gingivitis/Stomatitis ist gekennzeichnet durch eine andauernde hochschmerzhafte Entzündung der Maulschleimhäute, insbesondere der Kiefer- winkel und Gaumenbögen. Sie ist eine Erscheinung für deren Entstehung zahlreiche Ursachen verantwortlich sind. Neben Viren und Bakterien scheint vor allem eine überschiessende Reaktion des Immun- systems auf diese Reizfaktoren, eine Haupt- ursache für diese schwer zu behandelnde Erkrankung zu sein. Auch allgemein das Immunsystem beeinflussende Faktoren, wie die Leukose- oder die FIV-Infektion begün- stigen die Unterhaltung und die schwere der Erkrankung. Rassetiere scheinen häufiger betroffen zu sein, insbesondere ein früherer Ausbruch ist bei diesen Katzen zu beobachten.
Die Maulschleimhaut unmittelbar um die Zähne, aber auch die der Kieferwinkel, Zunge und Gaumen, sind meist feuerrot verdickt, schmerzhaft und bluten schon bei leichter Berührung. Schmerzsymptome wie Zungenbewegungen, vermehrter Speichelfluss, starker Maulgeruch, Fauchen und Schlagen nach dem Fressnapf bis hin zur völligen Futterverweigerung, stehen bei den zu beobachteten Befunden im Vordergrund. Andere, ebenfalls schmerzhafte Maulhöhlenerkrankungen wie Parodontitis, FORL oder bösartige Tumoren sind für die Diagnose der chronischen Gingivitis/Stomatitis auszuschliessen.

Behandlung

Da es viele verschiedene Ursachen für diese Erkrankung gibt, sind die Therapieansätze ebenso zahlreich. Neben einer gründlichen Parodontal- behandlung, sind eine allgemeine Antibiotika und entzündungshemmende Therapie ebenso wichtig, wie häusliche Mundhygiene durch lokale Maulhöh- lendesinfektion und regelmäßiges Zähneputzen. Als sehr vielversprechend, haben sich lokale und allgemeine Immunstimmulationsbehandlungen mit Paraimmunitätsinducern und Inteferon herausge- stellt. Als letzte Möglichkeit wäre die komplette Extraktion der Backenzähne zu erwähnen. Hier- durch erreicht man eine erhebliche Reduzierung der Reizfaktoren und damit eine Entlastung des Immunsystems. Obwohl diese Behandlung eine sehr hohe Erfolgsquote aufweist, sollten – durch die Endgültigkeit dieses Eingriffs – die anderen Therapiemöglichkeiten zuvor versucht werden.